Okkultes Blut im Stuhl: Indikation und Interpretation
Hintergrund
Die Leitlinie von Gesundheit.gv.at (2026) behandelt die Untersuchung auf okkultes Blut im Stuhl (Hämoccult-Test). Diese Diagnostik hat einen hohen Stellenwert in der Früherkennung von gut- und bösartigen Tumoren des unteren Verdauungstraktes, insbesondere von Kolon- und Rektumkarzinomen.
Das Kolorektalkarzinom ist der zweithäufigste bösartige Tumor bei Frauen und Männern. Da es für diese Erkrankung keine zuverlässigen Frühsymptome gibt, ist die laborchemische Vorsorgeuntersuchung von zentraler Bedeutung.
Eine sichtbare Rotverfärbung des Stuhls muss nicht zwingend auf eine Blutung hindeuten. Sie kann auch durch den Verzehr bestimmter Lebensmittel wie rote Rüben oder stark paprikahaltige Speisen verursacht werden.
💡Praxis-Tipp
Die Leitlinie warnt ausdrücklich vor der Einnahme von Vitamin C (Ascorbinsäure) vor und während der Stuhlprobensammlung. Es wird betont, dass dies zu falsch-negativen Ergebnissen führen kann, wodurch potenziell vorhandene Tumore im Frühstadium übersehen werden könnten.
Häufig gestellte Fragen
Laut Leitlinie wird ab dem 50. Lebensjahr eine jährliche Untersuchung auf okkultes Blut im Stuhl empfohlen. Diese dient der Früherkennung von Kolorektalkarzinomen.
Es wird empfohlen, vor und während der Testphase auf rohes Fleisch, bluthaltige Nahrungsmittel wie Blutwurst sowie auf Vitamin C zu verzichten. Vitamin C kann das Testergebnis verfälschen und zu falsch-negativen Befunden führen.
Ein positives Ergebnis bedeutet nicht zwingend, dass ein Tumor vorliegt, da auch Hämorrhoiden, Analfissuren oder Menstruationsblutungen den Test positiv ausfallen lassen können. Die Leitlinie fordert bei einem positiven Befund jedoch zwingend eine weitere Abklärung mittels Kolonoskopie.
Ja, eine sichtbare Rotverfärbung des Stuhls muss keine Blutbeimengung sein. Laut Leitlinie kann dies auch durch den Verzehr von roten Rüben oder stark paprikahaltigen Speisen verursacht werden.
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Quelle: Laborwert: Blut im Stuhl (Gesundheit.gv.at, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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