Laborwert Folsäure (Folat): Gesundheit.gv.at

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Gesundheit.gv.at (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Leitlinie von Gesundheit.gv.at liefert Informationen zur Bestimmung des Laborwertes Folsäure (Folat). Folsäure ist ein wasserlösliches Vitamin aus dem B-Komplex, das essenziell ist und über die Nahrung, insbesondere durch grüne Gemüsesorten und Innereien wie Leber, aufgenommen werden muss.

Im menschlichen Körper ist der Folsäurestoffwechsel eng mit dem von Vitamin B12 verknüpft. Beide Vitamine fungieren als Koenzyme und sind maßgeblich am Protein- und Nukleinsäurestoffwechsel beteiligt.

Diese Zusammenfassung basiert auf den Kurzinformationen der Leitlinie zum Laborwert Folsäure.

Empfehlungen

Indikationen zur Laborbestimmung

Laut Leitlinie wird die Messung von Folsäure im Blut primär zur Abklärung einer Blutarmut (Anämie) herangezogen. Es wird darauf hingewiesen, dass ein Mangel an Folsäure und/oder Vitamin B12 zu schweren Blutbildveränderungen im Sinne einer perniziösen Anämie führen kann.

Ursachen für erniedrigte Werte

Eine Verminderung der Folsäurekonzentration im Blut kann laut Leitlinie auf verschiedene Ursachen zurückzuführen sein:

  • Fehlernährung oder mangelhafte Zufuhr, insbesondere bei Alkoholismus

  • Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes

  • Angeborene Stoffwechselerkrankungen

Ursachen für erhöhte Werte

Die Leitlinie nennt folgende Faktoren, die zu einer Erhöhung der Folsäurewerte im Blut führen können:

  • Überdosierung von Vitaminpräparaten

  • Hämolyse (vermehrter Abbau von roten Blutkörperchen)

Folsäure in der Schwangerschaft

Es wird betont, dass der Bedarf an Folsäure während der Schwangerschaft erhöht ist. Ein Mangel in dieser Phase kann gemäß der Leitlinie zu Fehlbildungen beim Ungeborenen, wie etwa einem Neuralrohrdefekt, führen.

Referenzwerte

Die Leitlinie gibt folgende Referenzwerte für Folsäure (Folat) im Blut an. Es wird darauf hingewiesen, dass diese Werte je nach Labor und Testmethode variieren können.

Altersgruppe und GeschlechtReferenzbereichEinheit
Männer bis 18 Jahre1,8–9ng/mL
Männer über 18 Jahre1,8–9ng/mL
Frauen bis 18 Jahre1,8–9ng/mL
Frauen über 18 Jahre1,8–9ng/mL
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💡Praxis-Tipp

Laut Leitlinie ist der Folsäurestoffwechsel eng mit dem von Vitamin B12 verbunden, weshalb bei der Abklärung einer Anämie stets beide Parameter berücksichtigt werden sollten. Zudem wird auf den erhöhten Folsäurebedarf in der Schwangerschaft hingewiesen, da ein Mangel zu schweren Fehlbildungen wie Neuralrohrdefekten führen kann.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie gibt an, dass die Bestimmung von Folsäure im Blut primär zur Abklärung einer Blutarmut (Anämie) erfolgt. Ein Mangel kann zu schweren Blutbildveränderungen führen.

Als Ursachen für erniedrigte Werte nennt die Leitlinie Fehlernährung, Alkoholismus sowie Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes. Auch angeborene Stoffwechselerkrankungen können einen Mangel auslösen.

Erhöhte Folsäurewerte können laut Leitlinie durch eine Überdosierung von Vitaminpräparaten entstehen. Eine weitere Ursache ist die Hämolyse, bei der es zu einem vermehrten Abbau roter Blutkörperchen kommt.

Die Leitlinie gibt für alle Altersgruppen und Geschlechter einen einheitlichen Referenzbereich von 1,8 bis 9 ng/mL an. Es wird jedoch betont, dass diese Werte je nach Labor variieren können.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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