Hämatokrit (HKT): Referenzwerte, Anämie & Polyglobulie
Hintergrund
Der Hämatokrit (HKT) beschreibt den prozentualen Anteil der zellulären Bestandteile am gesamten Blutvolumen. Da die roten Blutkörperchen (Erythrozyten) den größten Teil der Blutzellen ausmachen, wird der Wert in der Praxis oft mit dem Erythrozytenanteil gleichgesetzt.
Laut der Information von Gesundheit.gv.at dient der Hämatokrit als wesentliche alternative Messgröße zum Hämoglobin-Wert. Die Bestimmung erfolgt routinemäßig im Rahmen eines Blutbildes.
Der Parameter liefert wichtige Aufschlüsse über den Flüssigkeitshaushalt und die Sauerstofftransportkapazität des Blutes. Er ist ein zentraler Baustein zur Diagnostik von Blutarmut (Anämie) oder einer krankhaften Vermehrung der Blutzellen.
💡Praxis-Tipp
Bei einer schwer ausgeprägten Anämie mit stark erniedrigtem Hämatokrit ist die Sauerstoffversorgung der Gewebe gefährdet. Es wird darauf hingewiesen, dass insbesondere das Herz für einen Sauerstoffmangel anfällig ist, weshalb herzkranke Menschen in dieser Situation besonders gefährdet sind. Zudem schließt ein normwertiger Hämatokrit eine unentdeckte Erkrankung nicht zwingend aus.
Häufig gestellte Fragen
Ein erniedrigter Hämatokrit deutet auf eine Blutarmut (Anämie) hin. Laut Gesundheit.gv.at kann dies durch eine mangelhafte Bildung von roten Blutkörperchen, Blutverlust oder einen gesteigerten Blutabbau verursacht werden.
Die häufigste Form der Anämie ist die Eisenmangelanämie. Sie entsteht durch eine Störung der Bildung der Erythrozyten im Knochenmark aufgrund von fehlendem Eisen.
Ein erhöhter Wert wird als Polyglobulie bezeichnet. Ursächlich können laut Quelle ein Sauerstoffmangel durch Lungenerkrankungen, hormonelle Störungen oder bestimmte Leukämieformen sein.
Für Frauen liegt der Referenzbereich unabhängig vom Alter (bis 18 Jahre und über 18 Jahre) bei 38 bis 44 Prozent. Für Neugeborene gelten abweichende Normalwerte.
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Quelle: Laborwert: Hämatokrit (HKT) (Gesundheit.gv.at, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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