Kombinierte hormonale Kontrazeptiva: VTE-Risiko & Wahl
Hintergrund
Kombinierte hormonale Kontrazeptiva (KHK) gehören zu den am häufigsten verordneten Verhütungsmitteln. Ein bekanntes und klinisch relevantes Risiko dieser Präparate ist das Auftreten von venösen Thromboembolien (VTE).
Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) informiert in einer Drug Safety Mail über einen Rote-Hand-Brief des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Dieser thematisiert die unterschiedlichen VTE-Risiken der verschiedenen KHK-Präparate.
Ziel der Information ist es, die Verordnungssicherheit zu erhöhen und das Bewusstsein für präparatespezifische Risikoprofile sowie individuelle Risikofaktoren zu schärfen. Diese Zusammenfassung basiert auf der Kurzinformation der AkdÄ.
💡Praxis-Tipp
Laut Rote-Hand-Brief ist die Aushändigung der behördlich beauflagten Informationskarte an alle Anwenderinnen von kombinierten hormonalen Kontrazeptiva ein zentraler Bestandteil der Verordnung. Zudem wird betont, dass die individuellen Thromboembolie-Risikofaktoren nicht nur initial erhoben, sondern im Verlauf regelmäßig überprüft werden sollten.
Häufig gestellte Fragen
Laut Rote-Hand-Brief weisen kombinierte hormonale Kontrazeptiva mit den Gestagenen Levonorgestrel, Norethisteron oder Norgestimat das geringste Risiko für venöse Thromboembolien auf.
Es wird empfohlen, die unterschiedlichen VTE-Risiken der Präparate zu berücksichtigen und bevorzugt KHK mit dem niedrigsten Risiko zu verordnen. Zudem sollen individuelle Risikofaktoren der Anwenderin einbezogen und regelmäßig kontrolliert werden.
Für das Patientengespräch gibt es behördlich beauflagte Schulungsmaterialien. Diese umfassen eine Checkliste für die Verschreibung sowie eine Informationskarte, die allen Anwenderinnen ausgehändigt werden soll.
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Quelle: AkdÄ: Rote-Hand-Brief zu kombinierten hormonalen (AkdÄ, 2021). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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