AkdÄ2019

Vaginalringe: Erhöhtes Bruchrisiko bei Generika (AkdÄ)

Diese Leitlinie stammt aus 2019 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AkdÄ (2019)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Vaginalringe sind hormonelle Kontrazeptiva, die eine Kombination aus Östrogen und Gestagen enthalten. Sie werden zur kontinuierlichen Hormonfreisetzung in die Vagina eingeführt.

Die Drug Safety Mail 2019-57 der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) greift eine Information der Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) auf. Diese berichtet über ein unerwartet hohes Risiko von Ringbrüchen bei generischen Vaginalringen im Vergleich zu den Originalpräparaten.

Als mögliche Ursache für die gehäuften Ringbrüche wird die spezifische Materialbeschaffenheit vermutet. Die Information legt nahe, dass die Zusammensetzung des Kunststoffrings, in den die Hormone eingearbeitet sind, bei den Generika ursächlich sein könnte.

Diese Zusammenfassung basiert auf der kurzen Arzneimittel-Sicherheitswarnung der AkdÄ.

Empfehlungen

Die Information der AkdÄ formuliert folgende Kernempfehlungen für die Praxis:

Patientenaufklärung und Symptome

  • Es wird empfohlen, Frauen über das Risiko von Ringbrüchen bei generischen Vaginalringen aufzuklären.

  • Laut AkdÄ sollten Patientinnen darüber informiert werden, dass Unterleibsschmerzen ein klinischer Hinweis auf einen gebrochenen Vaginalring sein können.

Vorgehen bei Ringbruch

  • Die Information rät dazu, dass Anwenderinnen stets einen Ersatzring vorhalten sollten.

  • Im Falle eines Bruchs wird empfohlen, den Ersatzring schnellstmöglich einzusetzen, um eine verlässliche Verhütung zu garantieren.

Zusätzliche Kontrazeption

  • Es wird betont, dass die Dauer der Therapieunterbrechung entscheidend für den Konzeptionsschutz ist.

  • Wenn die Therapie durch den Ringbruch länger als drei Stunden unterbrochen war, wird zwingend die Anwendung einer zusätzlichen Barrieremethode zur Kontrazeption empfohlen.

Frage zu dieser Leitlinie stellen...

💡Praxis-Tipp

Es wird empfohlen, bei Patientinnen mit unerklärlichen Unterleibsschmerzen unter Anwendung eines generischen Vaginalrings differenzialdiagnostisch an einen Ringbruch zu denken. Die AkdÄ betont zudem die Wichtigkeit der Aufklärung über die "Drei-Stunden-Regel": War die Hormonabgabe länger als drei Stunden unterbrochen, ist zwingend eine zusätzliche Barrieremethode erforderlich.

Häufig gestellte Fragen

Laut AkdÄ können Unterleibsschmerzen ein klinischer Hinweis auf einen gebrochenen Vaginalring sein. Es wird empfohlen, Anwenderinnen entsprechend aufzuklären.

Die genaue Ursache ist nicht abschließend geklärt. Die Information der AMK vermutet jedoch, dass die spezifische Zusammensetzung des Kunststoffrings bei den Generika eine Rolle spielen könnte.

Die Therapie darf maximal drei Stunden unterbrochen werden, ohne den Konzeptionsschutz zu gefährden. Bei einer längeren Unterbrechung wird der Einsatz einer zusätzlichen Barrieremethode empfohlen.

Es wird empfohlen, dass Anwenderinnen stets einen Ersatzring vorrätig haben. Dieser sollte bei einem Bruch schnellstmöglich eingesetzt werden, um eine verlässliche Verhütung zu gewährleisten.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: AkdÄ: Information der Arzneimittelkommission der Deutschen (AkdÄ, 2019). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien