Kiefernekrose (AR-ONJ): Prophylaxe und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die AWMF S3-Leitlinie behandelt die Antiresorptiva-assoziierte Kiefernekrose (AR-ONJ), eine schwerwiegende Komplikation unter Therapie mit Bisphosphonaten oder Denosumab. Eine AR-ONJ wird definiert durch mehr als acht Wochen freiliegenden Kieferknochen bei stattgehabter Antiresorptiva-Gabe und fehlender Kopf-Hals-Bestrahlung.

Laut Leitlinie führt die Erkrankung zu relevanten funktionellen Beeinträchtigungen und einer deutlichen Minderung der Lebensqualität. Daher wird eine konsequente Prophylaxe und interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen verordnenden Ärzten und Zahnmedizinern betont.

Das individuelle Risiko für eine AR-ONJ hängt stark von der Indikation und Dosierung der Antiresorptiva ab. Es wird zwischen einem niedrigen Risiko bei Osteoporose-Patienten und einem hohen Risiko bei onkologischen Patienten mit Knochenmetastasen unterschieden.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein häufiger Fehler in der Praxis ist die Bestimmung des Knochenbiomarkers CTX zur Einschätzung des AR-ONJ-Risikos vor zahnärztlichen Eingriffen. Die Leitlinie rät hiervon explizit ab, da der Wert keine ausreichende Evidenz für die Risikovorhersage bietet. Zudem wird betont, dass bei Osteoporose-Patienten der Beginn der Antiresorptiva-Therapie nicht für zahnärztliche Prophylaxemaßnahmen verzögert werden soll.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie definiert die AR-ONJ als mehr als acht Wochen freiliegenden oder sondierbaren Kieferknochen bei Patienten mit Antiresorptiva-Anamnese. Zudem darf keine Kopf-Hals-Bestrahlung in der Vorgeschichte vorliegen.

Laut Leitlinie kann keine eindeutige Empfehlung für oder gegen eine Therapieunterbrechung (Drug Holiday) vor chirurgischen Kiefereingriffen ausgesprochen werden. Eine eventuelle Pausierung sollte interdisziplinär mit dem verordnenden Arzt abgestimmt werden.

Es wird eine prolongierte perioperative, systemische antibiotische Abschirmung empfohlen. Diese sollte am Tag vor der Operation beginnen und bis zum Abklingen klinischer Infektionszeichen fortgeführt werden.

Ein ausschließliches Zuwarten wird wegen des Risikos einer asymptomatischen Progredienz abgelehnt. Ein konservativer Versuch kann bei kleinen, asymptomatischen Läsionen erwogen werden, jedoch wird bei fortgeschrittenen Befunden eine chirurgische Sanierung empfohlen.

Die Leitlinie empfiehlt ein risikoadaptiertes Recall-System. Bei niedrigem Risiko (z.B. primäre Osteoporose) genügen jährliche Kontrollen, bei hohem Risiko (onkologische Indikation) werden dreimonatige Intervalle empfohlen.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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