Keloide und hypertrophe Narben: Diagnostik und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die AWMF-Leitlinie behandelt die Therapie von pathologischen Narben, zu denen hypertrophe Narben und Keloide zählen. Grundsätzlich handelt es sich um gutartige Hautveränderungen, deren Behandlungsbedürftigkeit sich aus funktionellen, symptomatischen oder ästhetischen Beeinträchtigungen ergibt.

Laut Leitlinie ist eine klinische Unterscheidung zwischen hypertrophen Narben und Keloiden für die Therapieplanung essenziell. Die beiden Entitäten unterscheiden sich in ihrem Wachstumsverhalten, der Rückbildungstendenz und der genetischen Prädisposition.

MerkmalHypertrophe NarbeKeloid
AusdehnungAuf ursprüngliche Verletzung beschränktWächst über ursprüngliche Läsion hinaus
Auftreten< 6 Monate nach Verletzung> 6 Monate nach Verletzung
RückbildungHäufigNein
Genetische PrädispositionNicht bekanntJa

Als Therapieziele werden eine Volumenreduktion von 30 bis 50 Prozent sowie eine Symptomreduktion von über 50 Prozent nach drei bis sechs Behandlungen beziehungsweise Monaten definiert.

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💡Praxis-Tipp

Laut Leitlinie ist der Zeitpunkt einer adjuvanten Strahlentherapie nach einer Keloidexzision entscheidend für den klinischen Erfolg. Es wird empfohlen, die Bestrahlung optimalerweise innerhalb von 7 Stunden, spätestens jedoch innerhalb von 24 Stunden nach der Operation zu beginnen. Zudem wird nachdrücklich betont, dass Keloide niemals ausschließlich chirurgisch behandelt werden sollten, da dies das Risiko für noch größere Rezidive massiv erhöht.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie wächst ein Keloid über die ursprüngliche Verletzung hinaus und bildet sich nicht spontan zurück. Eine hypertrophe Narbe bleibt auf das Verletzungsgebiet beschränkt und zeigt häufig eine spontane Rückbildungstendenz.

Die Leitlinie empfiehlt eine streng intraläsionale Injektion, bis ein Abblassen (Blanching-Effekt) des Gewebes sichtbar wird. Eine vorherige oberflächliche Vereisung kann die Injektion durch die Entstehung eines Ödems erleichtern und Schmerzen lindern.

Es wird beschrieben, dass Silikonpräparate zur postoperativen Prophylaxe bei Risikopatienten empfohlen werden können. Bei aktiven hypertrophen Narben kann der Einsatz als konservative Zusatztherapie erwogen werden.

Eine Operation wird bei Narbenkontrakturen an Gelenken mit Funktionseinschränkungen oder bei kosmetischer Entstellung zeitnah empfohlen. Bei unkomplizierten hypertrophen Narben sollte laut Leitlinie im ersten Jahr keine Operation erfolgen.

Die intraläsionale Injektion von 5-Fluorouracil wird als Off-Label-Therapie bei therapieresistenten Keloiden und hypertrophen Narben beschrieben. Oft wird eine Kombination mit Triamcinolon empfohlen, um die Wirksamkeit zu steigern und Nebenwirkungen zu reduzieren.

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Quelle: Therapie pathologischer Narben (hypertrophe Narben und Keloide) (AWMF). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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