Verbrennungen bei Kindern: Erstversorgung und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF (2025)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die AWMF-Leitlinie behandelt die Erstversorgung, Diagnostik und Therapie thermischer Verletzungen bei Kindern und Jugendlichen. Thermische Verletzungen in dieser Altersgruppe beruhen in über 70 Prozent der Fälle auf Verbrühungen.

Die potenziell resultierende Narbenbildung kann eine lebenslange Stigmatisierung verursachen. Um ein optimales Therapieergebnis ohne dauerhafte psychische Traumatisierung zu erreichen, wird eine interdisziplinäre Behandlung gefordert.

Ab etwa 15 Prozent betroffener Körperoberfläche kommt es laut Leitlinie zu einer systemischen Verbrennungserkrankung. Diese kann zu einem Kapillarleck mit sekundärem Volumenmangel und im schlimmsten Fall zu einem Multiorganversagen führen.

Vollständige Empfehlungen in der Originalleitlinie lesen
ClariMed durchsucht 14.000+ weitere Leitlinien
Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie betont, dass die Fläche einer Verbrennung klinisch häufig überschätzt, die Tiefe hingegen unterschätzt wird. Es wird darauf hingewiesen, dass Schmerzen bei Kindern ein sehr subjektives Kriterium sind und sich daher nur bedingt zur Einschätzung der Verletzungstiefe eignen. Vor operativen Maßnahmen sollte insbesondere bei Verbrühungen die eindeutige Demarkierung abgewartet werden.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie dürfen kleinere Verbrennungen an den Extremitäten für maximal 10 Minuten mit handwarmem Wasser gekühlt werden. Bei großflächigen Verletzungen über 15 Prozent der Körperoberfläche oder bei Säuglingen wird von einer Kühlung strikt abgeraten.

Die Leitlinie empfiehlt die behaarte Kopfhaut als bevorzugte Entnahmestelle für Spalthaut im Kindesalter. Dies bietet den Vorteil, dass die Entnahmestelle nach dem erneuten Haarwuchs nicht mehr sichtbar ist.

Zur Steuerung der Flüssigkeitstherapie wird bei Säuglingen und Kleinkindern eine Urinausscheidung von 1 bis 2 ml/kg Körpergewicht pro Stunde angestrebt. Bei Schulkindern liegt der Zielwert laut Leitlinie bei 0,5 bis 1 ml/kg Körpergewicht pro Stunde.

Ein Verdacht auf Kindeswohlgefährdung besteht laut Leitlinie unter anderem bei scharf begrenzten Verbrühungen des Gesäßes, bei Handschuh- oder Strumpfmustern an den Extremitäten sowie bei Kontaktverbrennungen mit geometrischen Mustern. In solchen Fällen muss eine interdisziplinäre Kinderschutzgruppe hinzugezogen werden.

Die Leitlinie empfiehlt zunächst physikalische Maßnahmen wie Kühlen, Beklopfen der Narbe und Massagen. Medikamentös kommen Antihistaminika wie Dimetindenmaleat oder Cetirizin zum Einsatz, bei schweren Fällen auch Gabapentin im Off-Label-Use.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: Behandlung thermischer Verletzungen im Kindesalter (Verbrennung, Verbrühung) (AWMF, 2025). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien

Über Google hier gelandet?

ClariMed durchsucht alle medizinischen Leitlinien

AWMF, NVL, NICE, WHO, ESC, KDIGO - Quellenzitiert, kostenlos. Speichern Sie Ihren Verlauf auf allen Geräten mit einem kostenlosen Konto.

Kostenloses Konto erstellen
Keine Kreditkarte. DSGVO-konform. In Deutschland gehostet.