Kardiovaskuläre Prävention: Risikoscores und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: DEGAM|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall zählen zu den führenden Todesursachen in Deutschland. Die Primärprävention dieser Ereignisse hat daher eine hohe gesundheitspolitische Priorität.

Die DEGAM S3-Leitlinie fokussiert sich auf die hausärztliche Beratung von erwachsenen Personen ohne bereits manifeste kardiovaskuläre Vorerkrankung. Ziel ist es, Überversorgung bei geringem Risiko zu vermeiden und Hochrisikopersonen gezielt zu identifizieren.

Dabei wird ein personenzentrierter Ansatz verfolgt, der die individuelle Risikokonstellation und die sozialen Lebensbedingungen berücksichtigt. Die gemeinsame Entscheidungsfindung (Shared Decision Making) bildet das Fundament der ärztlichen Beratung.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut Leitlinie sind Muskelschmerzen unter einer Statintherapie meist nicht kausal auf das Medikament zurückzuführen. Bei auftretenden Beschwerden wird ein Auslassversuch, ein Präparatewechsel oder eine Dosisreduktion empfohlen, um die Plausibilität des Zusammenhangs zu prüfen. Ein vorschnelles, dauerhaftes Absetzen der Therapie sollte vermieden werden, um den kardiovaskulären Nutzen nicht zu gefährden.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt eine anlasslose Risikoberatung für alle Personen ab dem 50. Lebensjahr. Bei Vorliegen von Risikofaktoren, psychosozialen Belastungen oder familiärer Vorbelastung sollte die Beratung bereits ab 35 Jahren oder früher erfolgen.

Es wird der Einsatz validierter Scores zur Schätzung des absoluten 10-Jahres-Risikos empfohlen, wie beispielsweise arriba, SCORE2 oder PROCAM. Die Leitlinie hebt besonders das arriba-Instrument hervor, da es die gemeinsame Entscheidungsfindung grafisch unterstützt.

Die Leitlinie rät von einem sofortigen dauerhaften Absetzen ab, da echte Myopathien selten sind. Es wird stattdessen ein Auslassversuch, eine Dosisreduktion oder der Wechsel auf ein anderes Statin empfohlen.

Laut Leitlinie kann ASS 75-100 mg bei einem sehr hohen absoluten kardiovaskulären Risiko von über 20 % in 10 Jahren erwogen werden. Bei einem Risiko unter 10 % wird aufgrund des Blutungsrisikos strikt von ASS abgeraten.

Es wird unabhängig vom individuellen Risiko eine Ernährungsweise empfohlen, die sich an der mediterranen Kost orientiert. Diese umfasst viel frisches Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, Olivenöl und Nüsse bei gleichzeitigem Verzicht auf rotes Fleisch und stark verarbeitete Lebensmittel.

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Quelle: DEGAM S3-Leitlinie Antikoagulation (DEGAM). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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