DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie)2021Kardiologie

Kardiovaskuläre Prävention: SCORE2 und Lipidziele

Diese Leitlinie stammt aus 2021 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie) (2021)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der vorliegende Text basiert auf dem Kommentar der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) zu den ESC-Leitlinien 2021 zur kardiovaskulären Prävention. Die Leitlinie rückt das Konzept der Lebenszeitexposition in den Fokus der präventiven Medizin.

Eine zentrale Neuerung ist die Einführung der Risikoscores SCORE2 und SCORE2-OP. Diese ersetzen das alte SCORE-System und berechnen nun das kombinierte Risiko für tödliche und nicht-tödliche kardiovaskuläre Ereignisse.

Zudem wird ein neuer "2-Step-Approach" für die Therapieziele vorgestellt. Dieser unterscheidet zwischen basalen Präventionszielen für die Allgemeinheit und intensivierten, optimalen Zielen für ausgewählte Personen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie weist darauf hin, dass der neue 2-Step-Approach in der Praxis zu einer Unterversorgung führen kann, wenn es bei den basalen Präventionszielen bleibt. Es wird empfohlen, im ärztlichen Gespräch aktiv die optimalen Präventionsziele zu evaluieren. Zudem wird eine einmalige Bestimmung des Lipoprotein(a)-Wertes empfohlen, um genetisch bedingte, versteckte Risiken frühzeitig zu erkennen.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt die Nutzung von SCORE2 und für ältere Menschen SCORE2-OP. Diese Scores berechnen das 10-Jahres-Risiko für tödliche und nicht-tödliche kardiovaskuläre Ereignisse.

Dies ist altersabhängig definiert. Bei Personen unter 50 Jahren gilt ein Wert ab 7,5 % als sehr hohes Risiko, zwischen 50 und 69 Jahren ab 10 % und ab 70 Jahren ab 15 %.

Für Patienten zwischen 18 und 69 Jahren wird ein systolischer Zielblutdruck von 120 bis 130 mmHg empfohlen. Der diastolische Wert sollte bei allen Hypertonikern unter 80 mmHg gesenkt werden.

Bei Personen mit manifester Atherosklerose, die unter maximal verträglicher Statintherapie und Ezetimib ihren LDL-Zielwert nicht erreichen, wird ein PCSK9-Inhibitor empfohlen.

Die Leitlinie empfiehlt bei Typ-2-Diabetikern grundsätzlich den Einsatz von SGLT-2-Inhibitoren. Bei manifester Atherosklerose werden SGLT-2-Inhibitoren oder GLP-1-Rezeptor-Agonisten empfohlen.

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Quelle: Kommentar zu den neuen Leitlinien (2021) der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) zur kardiovaskulären Prävention (DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie), 2021). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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