Kardiovaskuläre Prävention: Risikoberatung und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Herz-Kreislauf-Erkrankungen gehören zu den führenden Todesursachen in Deutschland. Die hausärztliche Praxis bietet einen niedrigschwelligen Zugang, um Patientinnen und Patienten ohne manifeste kardiovaskuläre Vorerkrankung präventiv zu beraten.

Ziel der DEGAM S3-Leitlinie ist es, Personen mit deutlich erhöhtem kardiovaskulärem Risiko zu identifizieren und gemeinsam Maßnahmen zur Risikosenkung zu erarbeiten. Gleichzeitig soll eine Überdiagnostik und Überversorgung bei Menschen mit geringem Risiko vermieden werden.

Die Leitlinie fokussiert auf einen personenzentrierten Ansatz der Verhaltensprävention. Entscheidungen zu präventiven Maßnahmen sollen im Rahmen einer partizipativen Entscheidungsfindung (Shared Decision Making) unter Einbezug der individuellen Präferenzen getroffen werden.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut Leitlinie ist das absolute kardiovaskuläre 10-Jahres-Risiko die entscheidende Grundlage für präventive Maßnahmen, nicht die isolierte Betrachtung einzelner Risikofaktoren. Es wird betont, dass bei der Statintherapie in der hausärztlichen Primärprävention eine Fixdosistherapie in moderater Dosierung ausreichend ist und keine routinemäßige Titration nach LDL-Zielwerten erfolgen muss.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt den Beginn einer Statintherapie bei Personen bis 75 Jahre ab einem absoluten 10-Jahres-Risiko von >= 20 Prozent. Bei einem Risiko zwischen 10 und 20 Prozent sollte eine Therapie individuell erwogen werden.

Acetylsalicylsäure (75-100 mg) kann laut Leitlinie bei einem sehr hohen Risiko (>= 20 % in 10 Jahren) erwogen werden. Bei einem Risiko unter 10 Prozent wird aufgrund des Blutungsrisikos strikt davon abgeraten.

Es wird die Nutzung validierter Scores wie dem arriba-Instrument, den ESC-Charts oder dem PROCAM-Test empfohlen. Diese berechnen das absolute Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall über 10 Jahre.

Bei Muskelbeschwerden wird ein Auslassversuch, ein Präparatewechsel oder eine Dosisreduktion empfohlen, um die Kausalität zu prüfen. Die Leitlinie betont, dass die meisten Muskelschmerzen nicht ursächlich auf das Statin zurückzuführen sind.

Die DEGAM-Leitlinie rät vom routinemäßigen Einsatz zusätzlicher Marker wie hsCRP, Lipoprotein(a) oder dem Koronarkalk-Score in der Primärprävention ab. Kardiologische Fachgesellschaften äußern hierzu jedoch einen Dissens und befürworten teilweise deren Einsatz.

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Quelle: AWMF 053-024: S3-Leitlinie Hausärztliche Versorgung (AWMF). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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