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Kardiovaskuläre Prävention: Leitlinien-Empfehlung

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die DGK-Pocket-Leitlinie (adaptiert von der ESC 2021) formuliert evidenzbasierte Empfehlungen zur Prävention atherosklerotischer Herz-Kreislauf-Erkrankungen (ASCVD). Der Fokus liegt auf einem individualisierten, schrittweisen Ansatz zur Behandlung von Risikofaktoren.

Eine zentrale Neuerung ist die Einführung der Risikoscores SCORE2 und SCORE2-OP. Diese Algorithmen schätzen das 10-Jahres-Risiko für tödliche und nicht-tödliche kardiovaskuläre Ereignisse ab und ersetzen ältere Bewertungssysteme.

Die Leitlinie betont die Wichtigkeit einer gemeinsamen Entscheidungsfindung. Therapeutische Maßnahmen sollen unter Berücksichtigung des Lebenszeitrisikos, des potenziellen Behandlungsnutzens, bestehender Komorbiditäten und der Patientenpräferenzen festgelegt werden.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie betont, dass das kardiovaskuläre Risiko nicht isoliert als 10-Jahres-Risiko betrachtet werden sollte. Es wird empfohlen, besonders bei jüngeren Patienten das Lebenszeitrisiko und den potenziellen Lebenszeitnutzen einer Therapie in die gemeinsame Entscheidungsfindung einzubeziehen, um die Adhärenz zu fördern.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt die Nutzung des SCORE2 für anscheinend gesunde Personen unter 70 Jahren. Für Personen ab 70 Jahren wird der SCORE2-OP Algorithmus empfohlen.

Es wird eine LDL-C-Senkung um mindestens 50 % des Ausgangswertes empfohlen. Zusätzlich wird ein absoluter Zielwert von unter 1,4 mmol/l (55 mg/dl) angestrebt.

Laut Leitlinie wird bei den meisten Patienten eine initiale Zweifachkombination empfohlen, vorzugsweise als Einzeltablette. Diese sollte bevorzugt aus einem RAAS-Blocker und einem Calciumkanalblocker oder Diuretikum bestehen.

Die Leitlinie empfiehlt den Einsatz von SGLT2-Inhibitoren oder GLP-1-Rezeptoragonisten. Diese Substanzklassen haben einen nachgewiesenen prognostischen Nutzen zur Reduktion kardiovaskulärer Ereignisse.

Bei Personen mit niedrigem oder mittlerem Risiko wird eine Thrombozytenaggregationshemmung aufgrund des Blutungsrisikos nicht empfohlen. Lediglich bei Diabetes-Patienten mit hohem oder sehr hohem Risiko kann niedrig dosiertes ASS zur Primärprävention erwogen werden.

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Quelle: Pocket-Leitlinie: Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Version 2021) (DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie)). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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