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Kardio-Onkologie: Monitoring und Therapieempfehlung

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die DGK-Pocket-Leitlinie Kardio-Onkologie (2022), basierend auf der ESC-Leitlinie, adressiert die kardiovaskuläre Versorgung von Personen mit Krebserkrankungen. Ziel ist es, krebstherapiebedingte kardiovaskuläre Toxizitäten (CTR-CVT) zu verhindern, frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Das absolute Risiko für kardiovaskuläre Komplikationen hängt vom Ausgangsrisiko der Behandelten ab und verändert sich dynamisch durch die Exposition gegenüber kardiotoxischen Therapien. Eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Onkologie und Kardiologie wird als essenziell erachtet.

Die Leitlinie definiert spezifische Überwachungs- und Behandlungsalgorithmen für verschiedene Substanzklassen, darunter Anthrazykline, HER2-Inhibitoren und Immun-Checkpoint-Inhibitoren (ICI). Zudem wird die langfristige Nachsorge von Krebsüberlebenden strukturiert.

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💡Praxis-Tipp

Ein besonderes Augenmerk der Leitlinie liegt auf der ICI-assoziierten Myokarditis, die meist in den ersten 12 Behandlungswochen auftritt und eine hohe Mortalität aufweist. Es wird betont, dass bei jedem Verdacht die Immun-Checkpoint-Inhibitor-Therapie sofort unterbrochen werden muss, bis die Diagnose bestätigt oder widerlegt ist. Bei Bestätigung wird eine sofortige hochdosierte Kortikosteroidtherapie empfohlen, noch bevor weitere kardiale Komplikationen eintreten.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt die 3D-Echokardiographie als bevorzugte Modalität zur Messung der linksventrikulären Ejektionsfraktion (LVEF). Zudem wird die Bestimmung des Global Longitudinal Strain (GLS) bei allen Untersuchungen empfohlen, sofern die Methode verfügbar ist.

Laut Leitlinie wird bei der Entwicklung einer symptomatischen hochgradigen krebstherapiebedingten kardialen Dysfunktion (CTRCD) der Abbruch einer Anthrazyklin-Chemotherapie empfohlen. Bei milderen Formen wird eine vorübergehende Unterbrechung und eine interdisziplinäre Fallbesprechung angeraten.

Es wird empfohlen, den Blutdruck bei jeder klinischen Untersuchung zu messen. Zusätzlich wird eine tägliche häusliche Blutdruckmessung während des ersten Zyklus sowie nach jeder Dosiserhöhung empfohlen.

Die Leitlinie empfiehlt die Verwendung der Fridericia-Korrekturformel (QTcF) zur Überwachung der QTc-Zeit. Diese Methode weist bei hohen und niedrigen Herzfrequenzen weniger Fehler auf als andere Korrekturmethoden.

Die Indikation zur Antikoagulation sollte gemäß dem CHA2DS2-VASc-Score gestellt werden. Bei der Auswahl des Präparats wird ein strukturiertes Vorgehen empfohlen, das Blutungsrisiken, Thrombozytenzahlen und Medikamenteninteraktionen berücksichtigt.

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Quelle: Pocket-Leitlinie: Kardio-Onkologie (Version 2022) (DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie)). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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