IQWiG2026

Kardiale MRT bei KHK: Diagnostik und Indikation

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der vorliegende Bericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) bewertet das Potenzial der kardialen Magnetresonanztomografie (MRT) bei der koronaren Herzkrankheit (KHK). Die Bewertung fokussiert sich auf den ambulanten Einsatz als weiterführende Diagnostik.

Die Zielgruppe umfasst erwachsene Patientinnen und Patienten, bei denen nach einer kardiologischen Basisdiagnostik der Verdacht auf eine chronische KHK oder deren Progression besteht. Es wird eine mittlere Vortestwahrscheinlichkeit von 15 bis 85 Prozent vorausgesetzt.

Die kardiale MRT wird als nicht invasives, multiparametrisches Verfahren eingesetzt, das ohne ionisierende Strahlung auskommt. Sie dient der Beurteilung von Morphologie, Funktion, Ischämie (mittels Stress-MRT) und der Gewebecharakterisierung des Herzmuskels.

Empfehlungen

Der IQWiG-Bericht leitet für die kardiale MRT bei der chronischen KHK ein Potenzial einer erforderlichen Behandlungsalternative ab. Die Bewertung stützt sich auf Vergleiche mit etablierten Diagnoseverfahren.

Vergleich mit der invasiven Koronarangiografie (ICA)

Laut Bericht zeigen randomisierte kontrollierte Studien, dass durch den Einsatz der kardialen MRT als vorgeschaltete Diagnostik unnötige invasive Koronarangiografien erheblich reduziert werden können. Dies wird als patientenrelevanter Vorteil gewertet.

Hinsichtlich schwerer kardiovaskulärer Ereignisse wie Mortalität oder nicht tödlichen Myokardinfarkten weisen die Daten auf keinen deutlichen Nachteil der MRT-gestützten Strategie im Vergleich zur direkten ICA hin.

Vergleich mit nicht invasiven Verfahren

Der Bericht vergleicht die kardiale MRT insbesondere mit der Myokardszintigrafie (SPECT). Dabei werden folgende Erkenntnisse hervorgehoben:

  • Die kardiale MRT weist eine mindestens vergleichbare, potenziell sogar höhere diagnostische Sensitivität auf.

  • Der Anteil an vermiedenen unnötigen invasiven Eingriffen ist bei beiden Verfahren vergleichbar hoch.

  • Die MRT bietet den immanenten Vorteil, dass keine ionisierende Strahlung eingesetzt wird.

Diagnostische Güte im Vergleich

Um die diagnostische Güte der verschiedenen Verfahren darzustellen, zieht der Bericht systematische Übersichten heran. Die folgende Tabelle fasst die Sensitivität und Spezifität der Verfahren im Vergleich zur invasiven Koronarangiografie (ohne FFR-Bestimmung) zusammen.

Diagnostisches VerfahrenSensitivitätSpezifität
Kardiale MRT90 %80 %
SPECT87 %70 %

Kontraindikationen

Der Bericht nennt spezifische Kontraindikationen und Warnhinweise für die Durchführung einer kardialen MRT.

  • Elektronische und elektrisch leitfähige Implantate (sofern nicht als MR-sicher eingestuft).

  • Künstliche Herzklappen, Aneurysmenclips und metallische Fremdkörper (z. B. Splitter).

  • Schwangerschaft: Eine Untersuchung ist insbesondere in den ersten 3 Monaten zu vermeiden, und eine Gadolinium-Gabe wird nicht empfohlen.

  • Eingeschränkte Nierenfunktion: Hier ist eine sorgfältige Risiko-Nutzen-Abwägung bezüglich der Kontrastmittelgabe erforderlich.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der IQWiG-Bericht hebt hervor, dass die kardiale MRT bei Patientinnen und Patienten mit mittlerer Vortestwahrscheinlichkeit effektiv als Gatekeeper fungieren kann. Es wird betont, dass durch diese nicht invasive Strategie ein relevanter Anteil an rein diagnostischen, invasiven Koronarangiografien vermieden werden kann, ohne dass sich Nachteile bei der kardiovaskulären Sicherheit zeigen.

Häufig gestellte Fragen

Der Bericht bewertet die kardiale MRT für Patientinnen und Patienten mit einer mittleren Vortestwahrscheinlichkeit von 15 bis 85 Prozent. Sie wird im Anschluss an die kardiologische Basisdiagnostik eingesetzt.

Laut den ausgewerteten Studien weist die kardiale MRT eine mindestens vergleichbare diagnostische Güte auf. Die Daten deuten sogar auf eine tendenziell höhere Sensitivität der MRT im Vergleich zur SPECT hin.

Der Bericht erwähnt, dass bei Klaustrophobie neuere, schnelle Untersuchungssequenzen in freier Atmung genutzt werden können. Alternativ ist eine Untersuchung unter Sedierung möglich.

Die Bewertung fokussierte sich auf patientenrelevante Endpunkte wie Gesamtmortalität, kardiovaskuläre Mortalität und nicht tödliche Myokardinfarkte. Zudem wurde die Vermeidung unnötiger invasiver Diagnostik als zentraler Endpunkt betrachtet.

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Quelle: IQWiG E24-02: Kardiale Magnetresonanztomografie bei koronarer Herzkrankheit (IQWiG, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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