IQWiG2025Kardiologie

Phonokardiografie bei KHK: Diagnostik und Indikation

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2025)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der IQWiG Rapid Report D24-03 untersucht den Nutzen der Phonokardiografie als Triage-Test zum Ausschluss einer stenosierenden koronaren Herzkrankheit (KHK). Die Bewertung erfolgte im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA).

Ziel der Untersuchung war es zu klären, ob durch den Einsatz der Phonokardiografie bei Personen über 40 Jahren mit unklarem Brustschmerz unnötige Folgediagnostik vermieden werden kann. Die Zielgruppe umfasst Personen mit einer mittleren Vortestwahrscheinlichkeit von 15 % bis 85 % ohne bekannte KHK.

Bei der Phonokardiografie handelt es sich um eine nicht invasive Untersuchung zur Erfassung von Koronargeräuschen, die durch Blutflussturbulenzen entstehen. Das bewertete CADscor-System berechnet dabei einen Risiko-Score von 0 bis 99.

Vollständige Empfehlungen in der Originalleitlinie lesen
ClariMed durchsucht 14.000+ weitere Leitlinien
Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut IQWiG-Bericht eignet sich die Phonokardiografie (CADscor-System) bei Personen mit mittlerer Vortestwahrscheinlichkeit nicht als alleiniges Instrument zum sicheren Ausschluss einer KHK. Aufgrund der unzureichenden Sensitivität besteht das Risiko, dass behandlungsbedürftige stenosierende Koronarerkrankungen übersehen werden. Es wird stattdessen die leitliniengerechte nicht invasive Folgediagnostik gemäß der aktuellen Nationalen VersorgungsLeitlinie empfohlen.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG-Bericht führt der Einsatz der Phonokardiografie nicht zu einer Reduktion von invasiven Folgeuntersuchungen. In der bewerteten Studie zeigte sich kein signifikanter Unterschied bei der Anzahl der durchgeführten Koronarangiografien.

Die höchste in den Studien gemessene Sensitivität lag bei 91,3 %. Damit wird der für eine sichere Ausschlussdiagnostik geforderte Schwellenwert von 95 % laut Bericht deutlich verfehlt.

Die Methode wurde bei Personen über 40 Jahren mit unklarem Brustschmerz und einer mittleren Vortestwahrscheinlichkeit (15 % bis 85 %) untersucht. Bei diesen Personen war zuvor noch keine KHK diagnostiziert worden.

Das System berechnet einen Risiko-Score von 0 bis 99 basierend auf akustischen Signalen, Alter, Geschlecht und Bluthochdruckstatus. Ein Wert von unter 20 sollte in den Studien auf eine geringe Wahrscheinlichkeit für eine stenosierende KHK hinweisen.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: IQWiG D24-03: Phonokardiografie zum Ausschluss einer koronaren Herzkrankheit (IQWiG, 2025). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien

Über Google hier gelandet?

ClariMed durchsucht alle medizinischen Leitlinien

AWMF, NVL, NICE, WHO, ESC, KDIGO - Quellenzitiert, kostenlos. Speichern Sie Ihren Verlauf auf allen Geräten mit einem kostenlosen Konto.

Kostenloses Konto erstellen
Keine Kreditkarte. DSGVO-konform. In Deutschland gehostet.