IQWiG2024Rheumatologie

Hüftgelenkersatz (Hüft-TEP): Indikation und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2024)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) mit der Erstellung einer Entscheidungshilfe zum Hüftgelenkersatz beauftragt. Diese dient der Konkretisierung des Anspruchs auf eine unabhängige ärztliche Zweitmeinung.

Ziel des Berichts ist die Unterstützung des Shared Decision Making bei fortgeschrittener Hüftarthrose. Dabei werden konservative Behandlungsoptionen den operativen Verfahren gegenübergestellt.

Die Entscheidungshilfe soll eine informierte Abwägung der Vor- und Nachteile ermöglichen. Sie basiert auf systematischen Literaturrecherchen und Nutzertestungen.

Vollständige Empfehlungen in der Originalleitlinie lesen
ClariMed durchsucht 14.000+ weitere Leitlinien
Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut der Entscheidungshilfe ist bei der Planung einer Hüft-TEP zwingend zu erfragen, ob in den Vormonaten intraartikuläre Kortison-Injektionen durchgeführt wurden, da diese das Risiko für eine periprothetische Infektion signifikant erhöhen. Zudem wird betont, dass Paracetamol bei Hüftarthrose kaum wirksam ist und NSAR bevorzugt werden sollten.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG-Bericht ist eine Operation indiziert, wenn starke Schmerzen und Alltagseinschränkungen bestehen, ein radiologischer Nachweis einer fortgeschrittenen Arthrose vorliegt und konservative Maßnahmen über mindestens drei Monate erfolglos blieben.

Die Entscheidungshilfe gibt an, dass nach zehn Jahren noch etwa 95 Prozent der Prothesen intakt sind. Nach 20 Jahren liegt die Haltbarkeitsrate bei ungefähr 85 Prozent.

Der Bericht stellt fest, dass die Wirksamkeit von Hyaluronsäure-Injektionen nicht nachgewiesen ist. Diese Behandlungen werden daher auch nicht von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet.

Es wird der bedarfsweise Einsatz von entzündungshemmenden Schmerzmitteln wie Ibuprofen, Diclofenac oder Etoricoxib beschrieben. Von Paracetamol wird abgeraten, da es bei Arthrose nur eine geringe Wirkung zeigt.

Gemäß der Entscheidungshilfe haben bis zu 10 von 100 operierten Personen auch nach dem Einsetzen eines künstlichen Hüftgelenks weiterhin Probleme wie starke Schmerzen.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: IQWiG P22-02: Entscheidungshilfe Hüftgelenkersatz (IQWiG, 2024). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien

Über Google hier gelandet?

ClariMed durchsucht alle medizinischen Leitlinien

AWMF, NVL, NICE, WHO, ESC, KDIGO - Quellenzitiert, kostenlos. Speichern Sie Ihren Verlauf auf allen Geräten mit einem kostenlosen Konto.

Kostenloses Konto erstellen
Keine Kreditkarte. DSGVO-konform. In Deutschland gehostet.