IQWiG2019Chirurgie

Mandeloperation bei Kindern: Indikation und Risiken

Diese Leitlinie stammt aus 2019 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2019)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die IQWiG-Entscheidungshilfe thematisiert den Umgang mit vergrößerten Gaumenmandeln bei Kindern. Diese können die Atemwege verengen und zu Mundatmung, starkem Schnarchen sowie nächtlichen Atemaussetzern führen.

Infolge der gestörten Nachtruhe können bestimmte Erkrankungen und Entwicklungsprobleme begünstigt werden. Häufig sind bei den betroffenen Kindern zusätzlich die Rachenmandeln vergrößert.

Als Behandlungsoptionen stehen ein abwartendes Verhalten oder ein operativer Eingriff zur Verfügung. Das Dokument soll den gemeinsamen Entscheidungsfindungsprozess zwischen ärztlichem Personal und den Sorgeberechtigten unterstützen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Entscheidungshilfe betont, dass eine teilweise Entfernung der Gaumenmandeln (Tonsillotomie) die Beschwerden ähnlich gut lindert wie eine vollständige Entfernung (Tonsillektomie). Da die vollständige Entfernung jedoch mit stärkeren postoperativen Schmerzen und einem vermutlich höheren Nachblutungsrisiko einhergeht, wird sie laut Dokument nur noch selten empfohlen.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG-Entscheidungshilfe kommt ein abwartendes Verhalten vor allem für Kinder infrage, die nur unter leichten Schlafstörungen leiden. Dabei wird der Verlauf über Wochen oder Monate mit regelmäßigen ärztlichen Kontrollen beobachtet.

Das Dokument gibt an, dass es bei einer teilweisen Entfernung (Tonsillotomie) bei weniger als 1 von 100 Kindern zu einer Nachblutung kommt. Bei einer vollständigen Entfernung (Tonsillektomie) ist dieses Risiko vermutlich etwas höher.

Wenn ein abwartendes Vorgehen gewählt wird, kann laut Entscheidungshilfe manchmal ein Kortison-Nasenspray helfen, die Atmung zu verbessern. Alternativ können die Rachenmandeln im Rahmen einer Operation der Gaumenmandeln mit entfernt werden.

Die Entscheidungshilfe weist darauf hin, dass meist nur eine teilweise Entfernung (Tonsillotomie) durchgeführt wird. Eine vollständige Entfernung (Tonsillektomie) wird aufgrund des ungünstigeren Nebenwirkungsprofils selten empfohlen.

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Quelle: IQWiG P18-02: Erstellung einer Entscheidungshilfe zu Mandeloperationen (IQWiG, 2019). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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