CPM-Bewegungsschienen: Indikation bei Knie und Schulter
Hintergrund
Motorbetriebene Bewegungsschienen (Continuous Passive Motion, CPM) werden zur konservativen und postoperativen Behandlung an Gelenken eingesetzt. Ziel ist die frühzeitige Verbesserung der Gelenkbeweglichkeit und die Vermeidung von Versteifungen.
Der IQWiG-Bericht N16-03 untersucht den patientenrelevanten Nutzen und Schaden der CPM-Anwendung am Knie- und Schultergelenk. Verglichen wird die CPM-Therapie, entweder allein oder in Kombination mit Physiotherapie, gegenüber einer alleinigen Standard-Physiotherapie.
Die Bewertung basiert auf 35 randomisierten kontrollierten Studien zu fünf verschiedenen Indikationen. Die untersuchten Endpunkte umfassen unter anderem Bewegungsumfang, Schmerz, körperlichen Funktionsstatus und unerwünschte Ereignisse.
💡Praxis-Tipp
Laut IQWiG-Bericht bringt der routinemäßige Einsatz von CPM-Schienen nach Knieendoprothetik nur dann einen messbaren, kurzfristigen Vorteil für die Kniebeugung, wenn das Gerät für mehr als 6 Stunden täglich genutzt wird. Es wird darauf hingewiesen, dass sich dieser initiale Vorsprung im weiteren Heilungsverlauf wieder ausgleicht und kein langfristiger Nutzen gegenüber einer alleinigen Physiotherapie belegt ist.
Häufig gestellte Fragen
Der Bericht stellt fest, dass es keinen Anhaltspunkt für einen Nutzen oder Schaden der CPM-Behandlung nach operativer Versorgung einer Rotatorenmanschettenruptur gibt. Weder für den Bewegungsumfang noch für die Schmerzreduktion konnte ein Zusatznutzen gegenüber der Standard-Physiotherapie belegt werden.
Ein kurzfristiger Nutzen für die Kniebeugung in der frühen postoperativen Phase zeigt sich laut Auswertung nur bei einer intensiven Nutzung von über 6 Stunden täglich. Bei einer Anwendung von bis zu 6 Stunden pro Tag konnte kein Vorteil gegenüber der alleinigen Physiotherapie nachgewiesen werden.
Bei der konservativen Behandlung der Schultersteife gibt es einen Hinweis auf einen höheren Nutzen der CPM-Schiene hinsichtlich der Schmerzreduktion. Für eine Verbesserung des Bewegungsumfangs oder des körperlichen Funktionsstatus lässt sich jedoch kein Nutzen ableiten.
Die vorliegenden Daten eignen sich laut Bericht nicht, um eine therapeutische Äquivalenz der CPM-Schienen mit der Physiotherapie zu attestieren. Es wird betont, dass die Studienlage für einen direkten Head-to-Head-Vergleich unzureichend ist.
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Quelle: IQWiG N16-03: Motorbetriebene Bewegungsschienen (CPM) nach Interventionen am Kniegelenk und am Schultergelenk (IQWiG, 2018). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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