IQWiG2021Rheumatologie

Sprunggelenkfraktur: Aktive Bewegungsschiene & Therapie

Diese Leitlinie stammt aus 2021 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2021)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Sprunggelenkfraktur ist eine häufige Verletzung, die je nach Frakturtyp konservativ oder operativ versorgt wird. Ziel beider Behandlungsformen ist es, die Gelenkfunktion zu maximieren und das Risiko einer posttraumatischen Arthrose zu minimieren.

Die Klassifikation nach Danis-Weber teilt Sprunggelenkfrakturen anhand der Höhe des Wadenbeinbruchs in Relation zur Syndesmose ein:

TypLokalisationSyndesmosenstabilität
Weber AUnterhalb der SyndesmoseIntakt
Weber BAuf Höhe der SyndesmoseOft verletzt, nicht zwingend instabil
Weber COberhalb der SyndesmoseNicht intakt (instabil)

In der Nachbehandlung wird regelhaft eine frühfunktionelle Mobilisation angestrebt. Bei operativer Versorgung erfolgt meist eine Ruhigstellung für sechs Wochen, zeitgleich kann jedoch mit gezielten Bewegungsübungen begonnen werden.

Aktive Bewegungsschienen (Controlled-active-motion, CAM) sind Tretmaschinen für die frühe Nachbehandlungsphase. Sie ermöglichen geführte Bewegungsübungen in der geschlossenen kinetischen Kette und werden von den Betroffenen selbstständig im häuslichen Umfeld angewendet.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut Bericht ist bei der Indikationsstellung für eine aktive Bewegungsschiene zwingend auf die Belastbarkeit des Sprunggelenks zu achten. Während Personen mit operativer oder konservativer Versorgung und erlaubter Teilbelastung von der Therapie profitieren können, wird der Einsatz bei fehlender Teilbelastbarkeit als inadäquat bewertet.

Häufig gestellte Fragen

Der IQWiG-Bericht stellt einen Anhaltspunkt für einen Nutzen der CAM-Schiene fest. Es zeigten sich positive Effekte auf Fußschmerzen, die Erreichung der Vollbelastung und die Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit.

In der dem Bericht zugrundeliegenden Studie begann der Einsatz der Bewegungsschiene ab dem zweiten bis fünften Tag nach der Operation. Die Anwendung erfolgte ergänzend zur regulären Physiotherapie.

Laut den untersuchten Studiendaten wurde die Schiene über einen Zeitraum von sechs Wochen genutzt. Die Betroffenen trainierten dabei selbstständig für etwa 30 Minuten täglich im häuslichen Umfeld.

Der Bericht leitet einen potenziellen Nutzen für konservativ versorgte Personen ab, sofern eine Teilbelastung des Gelenks medizinisch erlaubt ist. Bei fehlender Teilbelastbarkeit wird die Anwendung hingegen als inadäquat eingestuft.

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Quelle: IQWiG N20-05: Selbstanwendung einer aktiven Bewegungsschiene im Rahmen der Behandlung von Sprunggelenkfrakturen (IQWiG, 2021). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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