Gemeinsame Entscheidungsfindung (SDM): Therapieerfolg

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2024)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die gemeinsame Entscheidungsfindung (Shared Decision Making, SDM) zielt darauf ab, Patientinnen und Patienten aktiv in medizinische Behandlungsentscheidungen einzubinden. Dabei tauschen medizinisches Fachpersonal und Betroffene auf Augenhöhe Informationen über Behandlungsoptionen, Risiken sowie persönliche Werte und Präferenzen aus.

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat in einem HTA-Bericht untersucht, ob SDM-Maßnahmen zu besseren gesundheitlichen oder entscheidungsbezogenen Ergebnissen führen. Die Bewertung basiert auf einer systematischen Auswertung von Übersichtsarbeiten (Review of Reviews) zu verschiedenen SDM-Interventionen.

Zu den untersuchten Maßnahmen zählen unter anderem Entscheidungshilfen für Patientinnen und Patienten, Decision Coaching durch Pflegefachpersonen sowie SDM-Schulungen für Leistungserbringer. Verglichen wurde meist mit einer Standardversorgung ohne spezifische SDM-Intervention.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der Bericht hebt hervor, dass Zeitmangel im Versorgungsalltag eine der größten Hürden für Shared Decision Making darstellt. Es wird darauf hingewiesen, dass evidenzbasierte Entscheidungshilfen den Patientinnen und Patienten bereits vor dem eigentlichen Arztgespräch zur Verfügung gestellt werden können. Dies kann den Informationsstand der Betroffenen vorab verbessern und gleichzeitig dabei unterstützen, den rechtlichen Anforderungen an eine informierte Einwilligung (Patientenrechtegesetz) effizient nachzukommen.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG-Bericht lässt sich dies anhand der aktuellen Studienlage nicht belegen. Die verfügbare Evidenz zu gesundheitsbezogenen Endpunkten wie Lebensqualität oder Morbidität ist von zu geringer Qualität, um einen klaren Nutzen oder Schaden abzuleiten.

Der Bericht stellt fest, dass evidenzbasierte Entscheidungshilfen für Patientinnen und Patienten die deutlichsten Vorteile zeigen. Sie verbessern nachweislich das Wissen, die Risikoeinschätzung und die Arzt-Patient-Kommunikation.

Der Bericht merkt an, dass SDM-Interventionen in bestimmten Indikationen zwar kosteneffektiv sein können und teils zu weniger operativen Eingriffen führen. Es wird jedoch betont, dass SDM primär der Patientenautonomie dient und nicht als Steuerungsinstrument zur reinen Kostenreduktion angelegt ist.

Der Einsatz von SDM-Instrumenten wie Entscheidungshilfen kann laut Bericht dabei helfen, die Vorgaben des Patientenrechtegesetzes (§ 630e BGB) zu erfüllen. Es wird darauf hingewiesen, dass ergänzende Unterlagen in Textform im Aufklärungsgespräch ausdrücklich zulässig und hilfreich für eine informierte Einwilligung sind.

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Quelle: IQWiG HT22-01: Behandlungsgespräche: Führt eine gemeinsame Entscheidungsfindung von Arzt und Patient bei der Therapiewahl zu besseren Ergebnissen? (IQWiG, 2024). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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