IQWiG2024Psychiatrie

Generalisierte Angststörung (GAS): Therapie durch DiGA

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2024)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der IQWiG-HTA-Bericht untersucht den Nutzen von digitalen Interventionen (Apps und Webanwendungen) bei Jugendlichen ab 14 Jahren und Erwachsenen mit generalisierter Angststörung (GA). Die Erkrankung ist durch andauernde, unkontrollierbare Sorgen sowie körperliche Symptome wie Herzrasen oder Schlafstörungen gekennzeichnet.

Standardmäßig werden zur Behandlung psychotherapeutische Verfahren, insbesondere die kognitive Verhaltenstherapie (KVT), sowie Pharmakotherapie empfohlen. Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) sollen Betroffene ergänzend oder überbrückend unterstützen.

In Deutschland können bestimmte geprüfte Anwendungen auf Rezept verordnet werden. Der Bericht evaluiert, ob diese digitalen Interventionen im Vergleich zu keiner Behandlung oder Standardtherapien einen nachweisbaren patientenrelevanten Nutzen bieten.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut Bericht ist bei der Verordnung von Gesundheits-Apps zu berücksichtigen, dass viele Betroffene eine persönliche therapeutische Betreuung deutlich präferieren. Da unerwünschte Ereignisse in den Studien kaum systematisch erfasst wurden, wird eine ärztliche Begleitung empfohlen, um mögliche Symptomverschlechterungen oder Überforderungen durch die App-Nutzung frühzeitig zu erkennen.

Häufig gestellte Fragen

Der HTA-Bericht stellt fest, dass aktuell keine Studien vorliegen, die digitale Interventionen direkt mit einer persönlich erbrachten kognitiven Verhaltenstherapie vergleichen. Eine Aussage zur Gleichwertigkeit kann daher nicht getroffen werden.

Die eingeschlossenen Studien weisen meist nur eine kurze Beobachtungsdauer von zwei bis drei Monaten auf. Laut Bericht lassen die aktuellen Daten keine verlässlichen Aussagen zu langfristigen Effekten zu.

Obwohl die Zielpopulation des Berichts Jugendliche ab 14 Jahren einschloss, konnten keine entsprechenden Studien für diese Altersgruppe identifiziert werden. Die Evidenz beschränkt sich derzeit auf Erwachsene.

Das Schadenspotenzial ist laut Auswertung unklar, da unerwünschte Ereignisse in den Studien kaum erhoben wurden. In Betroffeneninterviews wurde jedoch berichtet, dass fehlende Individualisierung oder ständige Erinnerungen der App zu Stress und negativer Selbstbewertung führen können.

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Quelle: IQWiG HT22-02 : Generalisierte Angststörung: Helfen Apps Betroffenen bei der Bewältigung ihrer Erkrankung? (IQWiG, 2024). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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