IQWiG2020Psychiatrie

Angststörungen: EMDR-Therapie und klinische Wirksamkeit

Diese Leitlinie stammt aus 2020 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2020)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Angststörungen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen in Deutschland. Zur Standardtherapie zählen laut Leitlinien primär die kognitive Verhaltenstherapie sowie medikamentöse Ansätze.

Die Eye Movement Desensitization and Reprocessing (EMDR) ist ein Verfahren, das vorrangig in der Traumatherapie zur Behandlung der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) etabliert ist. Dabei sollen angstbesetzte Erinnerungen durch bilaterale Stimulation, wie etwa geleitete Augenbewegungen, verarbeitet werden.

Der vorliegende HTA-Bericht des IQWiG untersucht, ob der ergänzende oder alleinige Einsatz von EMDR bei verschiedenen Angststörungen einen patientenrelevanten Nutzen bietet. Bislang wird diese Methode bei Angststörungen nicht von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der Bericht warnt ausdrücklich vor der Anwendung von EMDR oder verwandten Methoden (wie Wingwave) durch unzureichend qualifizierte Behandler bei Angststörungen. Es wird betont, dass bei mangelnder Supervision und fehlender psychotherapeutischer Grundausbildung eine erhebliche Gefährdung durch Retraumatisierung oder Dekompensation besteht.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG-Bericht ist EMDR bei Angststörungen derzeit keine erstattungsfähige Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung. Die Kosten müssen von den Betroffenen selbst getragen werden.

Der Bericht stellt fest, dass es keinen wissenschaftlichen Beleg für die Wirksamkeit von EMDR bei Panikstörungen gibt. Die vorhandenen Studien weisen ein zu hohes Verzerrungspotenzial auf.

Es wird darauf hingewiesen, dass das Wiedererleben von Angstsituationen Panikattacken oder psychische Krisen auslösen kann. Dies betrifft vor allem Personen mit unzureichender Selbstkontrolle.

Die Fachgesellschaften fordern eine fundierte psychotherapeutische Ausbildung für die Anwendung von EMDR. Der Bericht warnt vor Angeboten von Heilpraktikern, die oft nur kurze Schulungen absolviert haben.

Es konnte kein Zusatznutzen oder eine Überlegenheit von EMDR gegenüber der kognitiven Verhaltenstherapie nachgewiesen werden. Die Verhaltenstherapie bleibt das empfohlene Standardverfahren.

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Quelle: IQWiG HT17-05: Angststörungen: Führt der ergänzende Einsatz der Eye Movement Desensitization and Reprocessing Therapie bei psychotherapeutischen (IQWiG, 2020). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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