IQWiG2018Methodik

Klinische Prüfung von Medizinprodukten: Studiendesign

Diese Leitlinie stammt aus 2018 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2018)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der IQWiG-Bericht GA14-05 analysiert die Zielsetzung und Methodik klinischer Prüfungen von Medizinprodukten. Hintergrund ist die 4. Novelle des Medizinproduktegesetzes (MPG) von 2010, die eine Genehmigung durch Bundesoberbehörden und Ethikkommissionen vorschreibt.

Medizinprodukte durchlaufen vor dem Inverkehrbringen kein klassisches Zulassungsverfahren, sondern ein Konformitätsbewertungsverfahren für die CE-Kennzeichnung. Der Nachweis eines patientenrelevanten Nutzens ist dabei regulatorisch oft nicht zwingend erforderlich, weshalb klinische Daten häufig aus der Literatur abgeleitet werden.

Für die Analyse wurden 122 Studienanträge ausgewertet, die zwischen 2010 und 2013 bei der Ethikkommission des Landes Berlin eingegangen sind. Ziel war es, die Studienqualität und den Einfluss der Ethikkommissionen auf die Methodik zu untersuchen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der Bericht betont, dass randomisierte kontrollierte Studien (RCTs) auch bei Medizinprodukten methodisch machbar und zunehmend der Standard sind. Es wird hervorgehoben, dass eine sorgfältige Fallzahlplanung essenziell ist, da hier die häufigsten methodischen Mängel im Rahmen der ethischen Begutachtung auftreten. Eine frühzeitige Abstimmung der statistischen Planung kann Verzögerungen im Genehmigungsverfahren vermeiden.

Häufig gestellte Fragen

Eine rechtliche Pflicht zur Registrierung im Bundesrecht bestand zum Zeitpunkt der Analyse nicht. Dennoch zeigt der Bericht, dass etwa 61,5 Prozent der untersuchten Studien in einem anerkannten Register verzeichnet waren.

Laut der IQWiG-Analyse ist die randomisierte kontrollierte Studie (RCT) das häufigste Design. Der Anteil der RCTs bei therapeutischen Medizinprodukte-Studien stieg bis 2013 auf über 86 Prozent an.

Der Bericht identifiziert die Fallzahlplanung als den häufigsten methodischen Kritikpunkt der Ethikkommissionen. Durch entsprechende Nachbesserungen der Sponsoren können diese Mängel in der Regel behoben werden.

Nein, eine CE-Kennzeichnung ist für den Start einer klinischen Prüfung nicht zwingend erforderlich. Die Analyse ergab, dass über 60 Prozent der untersuchten Produkte bei Antragstellung noch kein CE-Zeichen besaßen.

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Quelle: IQWiG GA14-05: Analyse klinischer Prüfungen von Medizinprodukten (IQWiG, 2018). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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