Elranatamab bei Multiplem Myelom: IQWiG-Addendum G24-11
Hintergrund
Das IQWiG-Addendum G24-11 liefert ergänzende Berechnungen zur Nutzenbewertung von Elranatamab bei erwachsenen Personen mit rezidiviertem und refraktärem multiplem Myelom. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) beauftragte diese Auswertung aufgrund einer Änderung der zweckmäßigen Vergleichstherapie.
Die Zielpopulation umfasst Erkrankte, die zuvor bereits mindestens drei Therapien erhalten haben. Dazu gehören zwingend ein immunmodulatorischer Wirkstoff, ein Proteasominhibitor und ein Anti-CD38-Antikörper.
Zudem muss während der letzten Therapie eine Krankheitsprogression aufgetreten sein. Eine Hochdosis-Chemotherapie mit Stammzelltransplantation kommt für diese Gruppe zum aktuellen Zeitpunkt nicht infrage.
Empfehlungen
Der Bericht unterteilt die Zielpopulation in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in zwei spezifische Teilpopulationen. Die Gesamtpopulation wird auf 1249 bis 1342 Personen geschätzt.
Aufteilung nach Vortherapien
Die Berechnung der Teilpopulationen basiert auf den Anteilswerten der Zulassungsstudie MagnetisMM-3. Es wird folgende Verteilung angenommen:
| Teilpopulation | Kriterium | Anteil in Studie | Geschätzte GKV-Personenzahl |
|---|---|---|---|
| Teilpopulation a | Genau 3 vorangegangene Therapien | 12,1 % | 151 bis 162 |
| Teilpopulation b | Mindestens 4 vorangegangene Therapien | 87,9 % | 1098 bis 1180 |
Unsicherheiten der Schätzung
Das IQWiG weist auf methodische Einschränkungen bei der Übertragbarkeit der Studiendaten hin:
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Die aus der MagnetisMM-3-Studie abgeleiteten Anteilswerte sind mit Unsicherheiten behaftet.
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Spezifische Ein- und Ausschlusskriterien der Studie erschweren die direkte Übertragung auf den realen Versorgungsalltag.
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Die finale Entscheidung über die anerkannte Anzahl der Personen in der GKV-Zielpopulation obliegt dem G-BA.
💡Praxis-Tipp
Laut IQWiG-Bericht wird die strikte Definition der Vortherapien für die Zielpopulation hervorgehoben. Es wird darauf hingewiesen, dass zwingend eine Vorbehandlung mit einem immunmodulatorischen Wirkstoff, einem Proteasominhibitor und einem Anti-CD38-Antikörper erfolgt sein muss. Zudem wird eine dokumentierte Progression unter der letzten Therapie vorausgesetzt.
Häufig gestellte Fragen
Laut IQWiG-Bericht wird die Gesamtpopulation in der gesetzlichen Krankenversicherung auf 1249 bis 1342 Personen geschätzt. Diese Zahl basiert auf Daten des pharmazeutischen Unternehmers aus einem vorherigen Verfahren.
Der Bericht definiert, dass mindestens drei Vortherapien stattgefunden haben müssen. Diese müssen einen immunmodulatorischen Wirkstoff, einen Proteasominhibitor und einen Anti-CD38-Antikörper umfassen.
Das IQWiG schätzt die Teilpopulation mit exakt drei Vortherapien auf 151 bis 162 Personen. Dies entspricht einem Anteil von 12,1 Prozent der Gesamtpopulation, abgeleitet aus der MagnetisMM-3-Studie.
Die Teilpopulation mit mindestens vier Vortherapien stellt laut Bericht mit 87,9 Prozent die deutliche Mehrheit dar. In absoluten Zahlen entspricht dies einer Schätzung von 1098 bis 1180 Personen in der GKV.
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Quelle: IQWiG G24-11: Elranatamab (multiples Myelom) - Addendum zum Projekt A24-12 (IQWiG, 2024). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.