Cabozantinib (MTC): Indikation, Dosierung und Therapie
Hintergrund
Der vorliegende Bericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) bewertet das Arzneimittel Cabozantinib. Es handelt sich um eine Dossierbewertung nach Ablauf einer Befristung für ein Orphan Drug gemäß § 35a Abs. 1 Satz 11 SGB V.
Cabozantinib wird zur Behandlung des medullären Schilddrüsenkarzinoms (MTC) eingesetzt. Da es sich um ein Medikament für seltene Leiden handelt, gilt der medizinische Zusatznutzen bereits durch die Zulassung als belegt.
Der IQWiG-Bericht fokussiert sich daher ausschließlich auf die Ermittlung der Patientenzahlen in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sowie die zu erwartenden Therapiekosten. Eine erneute Bewertung des medizinischen Nutzens findet in diesem Verfahrensschritt nicht statt.
💡Praxis-Tipp
Der IQWiG-Bericht weist darauf hin, dass neben den reinen Arzneimittelkosten von rund 70.000 Euro pro Jahr auch Kosten für zusätzlich notwendige GKV-Leistungen anfallen. Es wird explizit die regelmäßige Untersuchung auf Proteinurie als notwendige Begleitmaßnahme während der Therapie mit Cabozantinib genannt, die im klinischen Alltag nicht vergessen werden sollte.
Häufig gestellte Fragen
Laut IQWiG ist das Medikament für Erwachsene mit einem medullären Schilddrüsenkarzinom (MTC) zugelassen. Die Erkrankung muss progredient, nicht resektabel, lokal fortgeschritten oder metastasiert sein.
Der Bericht gibt eine tägliche Dosis von 140 mg an. Diese wird in Form von einer 80-mg-Tablette und drei 20-mg-Tabletten einmal täglich eingenommen.
Die Behandlung wird laut Fachinformation so lange fortgesetzt, bis kein klinischer Nutzen mehr erkennbar ist. Ein weiterer Abbruchgrund ist das Auftreten einer inakzeptablen Toxizität.
Die Jahrestherapiekosten für das Arzneimittel belaufen sich laut Bericht auf 70.025,64 Euro pro Patient. Hinzu kommen Kosten für notwendige Begleituntersuchungen wie die Kontrolle auf Proteinurie.
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Quelle: IQWiG G21-20: Cabozantinib (Schilddrüsenkarzinom) - Bewertung gemäß § 35a Abs. 1 Satz 11 SGB V (Ablauf Befristung) (IQWiG, 2021). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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