Lenvatinib: Therapie des Schilddrüsenkarzinoms & Kosten
Hintergrund
Der vorliegende Bericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) bewertet Lenvatinib (Lenvima) gemäß § 35a SGB V. Es handelt sich um ein Orphan Drug zur Behandlung des Schilddrüsenkarzinoms.
Aufgrund des Orphan-Drug-Status gilt der medizinische Zusatznutzen bereits durch die Zulassung als belegt. Das IQWiG wurde vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) ausschließlich mit der Bewertung der Patientenzahlen und der Therapiekosten beauftragt.
Das Ausmaß des Zusatznutzens wird in einem separaten Schritt durch den G-BA festgelegt. Solange der Umsatz mit der gesetzlichen Krankenversicherung unter 50 Millionen Euro liegt, entfällt der Nachweis gegenüber einer zweckmäßigen Vergleichstherapie.
💡Praxis-Tipp
Bei der Therapieplanung wird auf die Notwendigkeit eines engmaschigen Monitorings hingewiesen. Es wird betont, dass neben kardiologischen Parametern wie Blutdruck und EKG auch Laborwerte wie Leberfunktion, TSH und spezifische Elektrolyte regelmäßig kontrolliert werden müssen.
Häufig gestellte Fragen
Laut IQWiG ist das Medikament für Erwachsene mit progressivem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem differenziertem Schilddrüsenkarzinom indiziert. Voraussetzung ist, dass der Tumor nicht auf eine Radiojodtherapie angesprochen hat.
Da es sich um ein Orphan Drug handelt, gilt der medizinische Zusatznutzen gesetzlich bereits durch die Zulassung als belegt. Der Bericht fokussiert sich daher ausschließlich auf Patientenzahlen und Therapiekosten.
Die Jahrestherapiekosten werden im Bericht auf etwa 92.864 Euro im ersten Jahr beziffert. In den Folgejahren fallen die Kosten geringfügig niedriger aus, da zu Therapiebeginn häufigere Kontrolluntersuchungen anfallen.
Es wird ein regelmäßiges Monitoring von Blutdruck, EKG und Urinproteinen beschrieben. Zudem müssen Leberwerte, TSH sowie die Elektrolyte Magnesium, Kalium und Kalzium überwacht werden.
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Quelle: IQWiG G15-06: Lenvatinib - Bewertung gemäß § 35a Abs. 1 Satz 10 SGB V (Dossierbewertung) (IQWiG, 2015). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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