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Ixekizumab bei Plaque-Psoriasis (Kinder): IQWiG-Addendum

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KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2021)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) beauftragte das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) mit einem Addendum zur Nutzenbewertung von Ixekizumab. Der Bericht G20-31 fokussiert sich auf die Schätzung der Patientenzahlen in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV).

Ixekizumab ist für die Behandlung der mittelschweren bis schweren Plaque-Psoriasis bei Kindern und Jugendlichen zugelassen. Dies betrifft Patienten ab einem Alter von 6 Jahren und einem Körpergewicht von mindestens 25 kg, für die eine systemische Therapie infrage kommt.

Ziel des Addendums ist der Abgleich der vom pharmazeutischen Unternehmer vorgelegten Patientenzahlen mit den Daten aus bisherigen Nutzenbewertungen, insbesondere im Vergleich zu Secukinumab. Die endgültige Festlegung der Patientenzahlen obliegt dem G-BA.

Empfehlungen

Der IQWiG-Bericht fasst die Bewertung der GKV-Zielpopulation wie folgt zusammen:

Vergleich der Dossierangaben

Das Institut vergleicht die geschätzten Patientenzahlen aus den Dossiers zu Ixekizumab und Secukinumab. Dabei wird festgestellt, dass die unteren Grenzen der Schätzungen in einer ähnlichen und weitestgehend plausiblen Größenordnung liegen.

Die oberen Grenzen weichen jedoch deutlich voneinander ab und stellen laut Bericht in beiden Fällen vermutlich eine Überschätzung dar.

Wirkstoff-DossierGeschätzte Patientenzahl (GKV)Bewertung der UntergrenzeBewertung der Obergrenze
Ixekizumab271 – 2034Weitestgehend plausibelÜberschätzt (alle Psoriasis-Formen inkludiert)
Secukinumab381 – 5043PlausibelVermutlich überschätzt (Anteil für Systemtherapie zu hoch)

Ursachen für die Überschätzung

Der Bericht identifiziert spezifische methodische Schwächen in den Berechnungen der pharmazeutischen Unternehmer:

  • Beim Dossier zu Ixekizumab berücksichtigt die zugrunde liegende Prävalenzrate alle Formen der Psoriasis und nicht nur die Plaque-Psoriasis.

  • Beim Dossier zu Secukinumab erscheint der Anteilswert zur Bestimmung der Patienten, die eine systemische Behandlung erhalten, im Abgleich mit Routinedaten zu hoch.

  • Es bleibt unklar, ob in der Versorgungsrealität tatsächlich alle betroffenen Kinder und Jugendlichen eine systemische Therapie gemäß Leitlinienempfehlung erhalten.

Zusammenfassende Einschätzung

Eine eigene Neuberechnung durch das Institut ist aufgrund der unsicheren Datenlage nicht möglich.

Als Annäherung an die tatsächliche GKV-Zielpopulation wird die Spanne aus dem Dossier zu Ixekizumab (271 bis 2034 Patienten) herangezogen. Diese Schätzung wird bevorzugt, da sie im Vergleich zum Secukinumab-Dossier eine niedrigere Obergrenze aufweist.

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💡Praxis-Tipp

Bei der Interpretation von epidemiologischen Daten aus Herstellerdossiers wird darauf hingewiesen, dass die Obergrenzen der Patientenzahlen häufig überschätzt werden. Das IQWiG betont, dass Prävalenzraten oft nicht ausreichend auf die spezifische Subpopulation (wie Plaque-Psoriasis vs. alle Psoriasis-Formen) oder die tatsächliche Inanspruchnahme einer Systemtherapie eingegrenzt sind.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG-Bericht ist Ixekizumab für Kinder und Jugendliche ab 6 Jahren mit einem Körpergewicht von mindestens 25 kg indiziert. Voraussetzung ist das Vorliegen einer mittelschweren bis schweren Plaque-Psoriasis, für die eine systemische Therapie infrage kommt.

Das Institut schätzt die GKV-Zielpopulation auf etwa 271 bis 2034 betroffene Kinder und Jugendliche in Deutschland. Es wird jedoch betont, dass insbesondere die Obergrenze dieser Spanne vermutlich eine Überschätzung darstellt.

Der Bericht stellt fest, dass bei den Berechnungen häufig ungenaue Prävalenzraten verwendet werden, die beispielsweise alle Psoriasis-Formen statt nur der Plaque-Psoriasis einschließen. Zudem wird oft überschätzt, wie viele Patienten in der Praxis tatsächlich eine systemische Therapie erhalten.

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Quelle: IQWiG G20-31: Ixekizumab (Plaque-Psoriasis bei Kindern und Jugendlichen) - Addendum zum Auftrag A20-65 (IQWiG, 2021). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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