IQWiG2015Kardiologie

Apixaban bei VTE: Indikation und Leitlinien-Empfehlung

Diese Leitlinie stammt aus 2015 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2015)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) beauftragte das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) mit einem Addendum zur Nutzenbewertung von Apixaban. Der Bericht evaluiert ergänzende Auswertungen zu Patientenzahlen, die vom pharmazeutischen Unternehmer im Stellungnahmeverfahren nachgereicht wurden.

Apixaban wird zur Behandlung der venösen Thromboembolie (VTE), manifestiert als tiefe Venenthrombose (TVT) oder Lungenembolie (LE), sowie zur Prophylaxe eingesetzt. Die genaue Bestimmung der Zielpopulation in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ist aufgrund der unzureichenden epidemiologischen Datenlage erschwert.

Die zuvor eingereichten Daten einer IMS-Disease-Analyzer-Auswertung wiesen methodische Schwächen auf. Daher reichte der Hersteller eine neue, auf Abrechnungsdaten basierende Health-Analytics-Studie ein, die sowohl ambulante als auch stationäre Versorgungsdaten verknüpft.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Bei der Interpretation epidemiologischer Daten zur VTE-Prävalenz weist der IQWiG-Bericht darauf hin, dass einfache Subtraktionen von Inzidenz und Prävalenz zu falschen Zielpopulationsgrößen führen. Es wird betont, dass für die Berechnung der Langzeitprophylaxe-Population spezifisch jene Patienten abgezogen werden müssen, deren Behandlungsdauer aufgrund transienter Risikofaktoren auf maximal sechs Monate begrenzt ist.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG-Bericht wird die Zielpopulation für die Initialbehandlung und parallel einzuleitende Sekundärprophylaxe auf 113.898 GKV-Patienten pro Jahr geschätzt. Diese Zahl basiert auf der VTE-Inzidenz des Jahres 2013 und wird als plausibel eingestuft.

Der Bericht kritisiert, dass die Repräsentativität der zugrundeliegenden Stichprobe nicht abschließend beurteilt werden kann. Zudem fehlen laut IQWiG ausreichende Angaben zu Störgrößen, Validität und Plausibilitätskontrollen.

Das IQWiG lehnt den Abzug der gesamten Inzidenz von der Prävalenz ab, da so alle Neuerkrankten aus der Betrachtung fallen. Stattdessen wird vorgeschlagen, von der Gesamtprävalenz lediglich die Patienten mit transienten Risikofaktoren abzuziehen, die nur kurzzeitig behandelt werden.

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Quelle: IQWiG G15-01: Addendum zum Auftrag A14-28 (Apixaban) (IQWiG, 2015). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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