IQWiG2024Hämatologie

Kongenitale TTP (cTTP): rADAMTS13 Dosierung, Indikation

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2024)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der vorliegende Bericht des IQWiG (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen) aus dem Jahr 2024 bewertet das Arzneimittel rADAMTS13. Es wird als Enzymersatztherapie (EET) zur Behandlung des ADAMTS13-Mangels bei Kindern und Erwachsenen mit kongenitaler thrombotisch-thrombozytopenischer Purpura (cTTP) eingesetzt.

Da rADAMTS13 als Orphan Drug zugelassen ist, gilt der medizinische Zusatznutzen gemäß § 35a SGB V bereits durch die Zulassung als belegt. Der Bericht fokussiert sich daher ausschließlich auf die Ermittlung der Patientenzahlen in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sowie die zu erwartenden Therapiekosten.

Die cTTP, auch bekannt als Upshaw-Schulman-Syndrom, ist eine sehr seltene Erkrankung. Für Deutschland liegen keine spezifischen epidemiologischen Daten vor, weshalb die Prävalenz aus internationalen Registern und Studien abgeleitet wird.

Vollständige Empfehlungen in der Originalleitlinie lesen
ClariMed durchsucht 14.000+ weitere Leitlinien
Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Bei der prophylaktischen Therapie mit rADAMTS13 ist zu beachten, dass das Standardintervall von zwei Wochen je nach klinischem Ansprechen auf eine wöchentliche Gabe verkürzt werden kann. Der Bericht weist darauf hin, dass sich in diesem Fall der Medikamentenverbrauch und die entsprechenden Therapiekosten verdoppeln.

Häufig gestellte Fragen

Laut Bericht erfolgt die bedarfsorientierte Therapie mit einer absteigenden Dosierung. Am ersten Tag werden 40 IE/kg verabreicht, am zweiten Tag 20 IE/kg und ab dem dritten Tag 15 IE/kg täglich.

Die tägliche Gabe wird laut Fachinformation bis zwei Tage nach dem Abklingen der akuten TTP-Episode fortgeführt. Der Bericht kalkuliert hierbei mit einer durchschnittlichen Behandlungsdauer von vier bis sechs Tagen pro Episode.

Der Bericht schätzt die Zielpopulation in der gesetzlichen Krankenversicherung auf 57 bis 92 betroffene Personen. Es wird jedoch angemerkt, dass die tatsächliche Obergrenze aufgrund einer möglichen Untererfassung höher liegen könnte.

Die reinen Arzneimittelkosten für die prophylaktische Therapie werden auf etwa 56.800 bis 391.800 Euro pro Jahr geschätzt. Dieser Betrag ist stark vom Körpergewicht und dem individuellen Dosierungsintervall abhängig.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: IQWiG G24-22: rADAMTS13 (kongenitale thrombotisch-thrombozytopenische Purpura) – Bewertung gemäß § 35a Abs. 1 Satz 11 SGB V (IQWiG, 2024). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien

Über Google hier gelandet?

ClariMed durchsucht alle medizinischen Leitlinien

AWMF, NVL, NICE, WHO, ESC, KDIGO - Quellenzitiert, kostenlos. Speichern Sie Ihren Verlauf auf allen Geräten mit einem kostenlosen Konto.

Kostenloses Konto erstellen
Keine Kreditkarte. DSGVO-konform. In Deutschland gehostet.