IQWiG2020Onkologie

Mammakarzinom: Biomarkertests zur Therapieentscheidung

Diese Leitlinie stammt aus 2020 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2020)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der Bericht D19-01 des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) bewertet den aktuellen Wissensstand zu biomarkerbasierten Tests beim primären Mammakarzinom. Zielpopulation sind Patientinnen mit primärem Hormonrezeptor-positivem, HER2/neu-negativem Mammakarzinom und null bis drei befallenen Lymphknoten.

Untersucht wird die Strategie zur Entscheidung für oder gegen eine adjuvante systemische Chemotherapie. Als Vergleich dient eine biomarkerunabhängige Entscheidungsstrategie.

Zu den bewerteten Tests gehören unter anderem Oncotype DX, EndoPredict, MammaPrint, Breast Cancer Index und Prosigna. Der Fokus liegt auf den Endpunkten Gesamtüberleben, krankheitsfreies Überleben und rezidivfreies Überleben über einen Zeitraum von mindestens fünf Jahren.

Vollständige Empfehlungen in der Originalleitlinie lesen
ClariMed durchsucht 14.000+ weitere Leitlinien
Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der Bericht warnt davor, die Nutzenaussagen des Oncotype DX-Tests unkritisch auf andere Biomarkertests zu übertragen. Aufgrund der geringen Konkordanz der Tests von teilweise nur 43 Prozent werden durch verschiedene Tests unterschiedliche Patientinnen der Niedrigrisikogruppe zugeordnet. Ein bloßer Vergleich der Rezidivraten ist daher laut Bewertung nicht ausreichend, um die Gleichwertigkeit der Tests zu belegen.

Häufig gestellte Fragen

Der Bericht untersucht Patientinnen mit primärem Hormonrezeptor-positivem, HER2/neu-negativem Mammakarzinom. Dabei wurden Fälle mit null bis drei befallenen Lymphknoten eingeschlossen.

Laut Bewertung liegt die Konkordanz zwischen dem Oncotype DX und anderen Tests lediglich bei 43 bis 74 Prozent. Dies bedeutet, dass die Tests oft unterschiedliche Patientinnen in die Niedrigrisikogruppe einteilen.

Der Bericht zeigt, dass das Risiko für ein Fernrezidiv ohne Chemotherapie bei den meisten Tests unter 10 Prozent liegt. Für den Oncotype DX wird ein maximales Risiko von 5 bis 10 Prozent angegeben.

Das IQWiG sieht eine Übertragung der Nutzenaussage aufgrund der geringen Übereinstimmung der Testergebnisse als sehr kritisch an. In den Konkordanzstudien wurden zudem die spezifischen Schwellenwerte der TAILORx-Studie nicht einheitlich angewendet.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: IQWiG D19-01: Biomarkerbasierte Tests zur Entscheidung für oder gegen eine adjuvante systemische Chemotherapie beim primären Mammakarzinom - Wissensstand (IQWiG, 2020). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien

Über Google hier gelandet?

ClariMed durchsucht alle medizinischen Leitlinien

AWMF, NVL, NICE, WHO, ESC, KDIGO - Quellenzitiert, kostenlos. Speichern Sie Ihren Verlauf auf allen Geräten mit einem kostenlosen Konto.

Kostenloses Konto erstellen
Keine Kreditkarte. DSGVO-konform. In Deutschland gehostet.