Oncotype DX: Indikation zur adjuvanten Chemotherapie

Diese Leitlinie stammt aus 2018 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2018)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der IQWiG-Bericht D18-01 (Addendum) bewertet den Nutzen biomarkerbasierten Tests zur Entscheidung für oder gegen eine adjuvante systemische Chemotherapie beim primären Mammakarzinom. Im Fokus steht dabei die Auswertung der TAILORx-Studie zum Oncotype DX Recurrence Score (RS).

Die Zielpopulation umfasst Patientinnen mit primärem Hormonrezeptor-positivem, HER2/neu-negativem Mammakarzinom ohne befallene Lymphknoten. Ziel ist es, Patientinnen zu identifizieren, bei denen auf eine Chemotherapie verzichtet werden kann, ohne das krankheitsfreie Überleben zu verschlechtern.

Eine weitere untersuchte Studie (Laenkholm 2018 zum PAM50-Test) wurde vom IQWiG nicht in die Nutzenbewertung einbezogen. Der primär relevante Endpunkt des krankheitsfreien Überlebens wurde in dieser Publikation nicht berichtet.

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💡Praxis-Tipp

Der Bericht hebt hervor, dass bei jüngeren Patientinnen (bis 50 Jahre oder prämenopausal) bereits ab einem Recurrence Score von 11 ein signifikanter Vorteil durch eine Chemotherapie besteht. Es wird betont, dass die Grenze für einen möglichen Verzicht auf die Chemotherapie bei dieser Gruppe deutlich strenger (RS 0 bis 10) gezogen wird als bei älteren Patientinnen.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG-Bericht ist der Test bei Patientinnen mit primärem Hormonrezeptor-positivem, HER2/neu-negativem Mammakarzinom ohne befallene Lymphknoten sinnvoll. Er dient dazu, eine Entscheidung für oder gegen eine adjuvante Chemotherapie zu unterstützen.

Der Bericht differenziert nach Alter: Bei Frauen über 50 Jahren kann bis zu einem Score von 25 auf eine Chemotherapie verzichtet werden. Bei Frauen bis 50 Jahren wird dies nur bei einem Score von 0 bis 10 als vertretbar angesehen.

Die Ergebnisse der Laenkholm-Studie zum PAM50-Test wurden vom IQWiG nicht herangezogen. Der Grund hierfür ist, dass in der Studie der primär relevante Endpunkt des krankheitsfreien Überlebens nicht berichtet wurde.

In der ausgewerteten TAILORx-Studie zeigte sich kein Zusammenhang zwischen den klinischen Risikokriterien (Tumorgröße, Grading) und dem Behandlungseffekt. Der Bericht schließt die grundsätzliche Eignung klinischer Faktoren zur Entscheidungsfindung jedoch nicht vollständig aus.

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Quelle: IQWiG D18-01: Biomarkerbasierte Tests zur Entscheidung für oder gegen eine adjuvante systemische Chemotherapie beim primären Mammakarzinom - Addendum zum Auftrag D14-01 (IQWiG, 2018). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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