Palopegteriparatid: Therapie bei Hypoparathyreoidismus

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2024)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die IQWiG-Dossierbewertung A24-04 untersucht den Wirkstoff Palopegteriparatid zur Behandlung von Erwachsenen mit chronischem Hypoparathyreoidismus. Es handelt sich um eine Parathormon-Substitutionstherapie.

Das Verfahren bewertet den Zusatznutzen gegenüber der vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) festgelegten zweckmäßigen Vergleichstherapie. Diese besteht aus einer Parathormon-Ersatztherapie, sofern eine konventionelle Therapie mit Kalzium und Vitamin D nicht ausreichend ist.

Zusätzlich zur Parathormon-Ersatztherapie erhalten die Betroffenen laut Bericht eine Substitution mit Kalzium und Vitamin D, wie beispielsweise Calcitriol oder Alfacalcidol.

Vollständige Empfehlungen in der Originalleitlinie lesen
ClariMed durchsucht 14.000+ weitere Leitlinien
Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der Bericht weist darauf hin, dass die Produktion des bisherigen Parathormon-Präparats (Natpar) Ende 2024 weltweit eingestellt werden soll. Bei einer Umstellung auf Palopegteriparatid wird eine engmaschige Überwachung des Serumkalziumspiegels empfohlen, da bei abrupten Dosisänderungen ein hohes Risiko für schwerwiegende Hypokalzämien (Kalzium-Crash) oder Hyperkalzämien besteht.

Häufig gestellte Fragen

Das IQWiG sieht einen Zusatznutzen von Palopegteriparatid bei chronischem Hypoparathyreoidismus als nicht belegt an. Es fehlten geeignete Vergleichsstudien gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie.

Der G-BA hat als zweckmäßige Vergleichstherapie eine Parathormon-Ersatztherapie festgelegt. Diese kommt zum Einsatz, wenn eine konventionelle Therapie mit Kalzium und Vitamin D nicht ausreicht.

In der PaTHway-Studie wurde Palopegteriparatid mit Placebo verglichen, während eine Behandlung mit Parathormon nicht erlaubt war. Somit wurde die geforderte zweckmäßige Vergleichstherapie nicht umgesetzt.

Die empfohlene Startdosis beträgt 18 µg einmal täglich subkutan. Die Erhaltungsdosis wird patientenindividuell zwischen 6 und 60 µg anhand des Serumkalziumspiegels titriert.

Laut einem zitierten Rote-Hand-Brief soll die Produktion sämtlicher Dosisstärken von Natpar Ende 2024 weltweit eingestellt werden. Vorhandene Bestände werden noch bis zum Verfallsdatum ausgeliefert.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: IQWiG A24-04: Palopegteriparatid (chronischer Hypoparathyreoidismus) – Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2024). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien

Über Google hier gelandet?

ClariMed durchsucht alle medizinischen Leitlinien

AWMF, NVL, NICE, WHO, ESC, KDIGO - Quellenzitiert, kostenlos. Speichern Sie Ihren Verlauf auf allen Geräten mit einem kostenlosen Konto.

Kostenloses Konto erstellen
Keine Kreditkarte. DSGVO-konform. In Deutschland gehostet.