Calcifediol bei sHPT und CKD: Indikation und Dosierung
Hintergrund
Der IQWiG-Bericht A22-09 bewertet den Zusatznutzen von Calcifediol. Der Wirkstoff ist zur Behandlung des sekundären Hyperparathyreoidismus (sHPT) zugelassen.
Die Zielgruppe umfasst erwachsene Personen mit chronischer Nierenerkrankung (CKD) im Stadium 3 oder 4. Zudem muss bei den Betroffenen ein Vitamin-D-Mangel vorliegen.
Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurde vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) Paricalcitol festgelegt. Bei Bedarf wird zusätzlich die Gabe von Phosphatbindern vorausgesetzt.
💡Praxis-Tipp
Laut Fachinformation muss die Einnahme von Calcifediol ausgesetzt werden, wenn das intakte Parathormon (iPTH) anhaltend abnormal niedrig ist. Ein Therapieunterbruch ist ebenfalls erforderlich, wenn der Calcium-Spiegel anhaltend über dem Normalbereich liegt oder der 25(OH)D-Spiegel dauerhaft 250 nmol/l überschreitet.
Häufig gestellte Fragen
Laut IQWiG ist Calcifediol für Erwachsene mit chronischer Nierenerkrankung (CKD) im Stadium 3 oder 4 zugelassen. Voraussetzung ist das Vorliegen eines sekundären Hyperparathyreoidismus sowie eines Vitamin-D-Mangels.
Der IQWiG-Bericht kommt zu dem Schluss, dass ein Zusatznutzen von Calcifediol gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie Paricalcitol nicht belegt ist. Es liegen keine geeigneten direkt vergleichenden Studiendaten vor.
Die Kapseln werden unzerkaut eingenommen. Die Einnahme erfolgt einmal täglich vor dem Schlafengehen und mit einem Abstand von mindestens zwei Stunden zur letzten Mahlzeit.
Vor der Einleitung der Behandlung müssen die Calcium- und Phosphat-Spiegel bestimmt werden. Der Calcium-Spiegel sollte unter 2,45 mmol/l und der Phosphat-Spiegel unter 1,78 mmol/l liegen.
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Quelle: IQWiG A22-09: Calcifediol (sekundärer Hyperparathyreoidismus) – Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2022). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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