Empagliflozin bei Typ-2-Diabetes: Therapie bei Kindern
Hintergrund
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) mit der Nutzenbewertung von Empagliflozin beauftragt. Die Bewertung bezieht sich auf Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 17 Jahren mit unzureichend kontrolliertem Typ-2-Diabetes.
Empagliflozin ist in dieser Altersgruppe als Ergänzung zu Diät und Bewegung zugelassen. Es kann als Monotherapie bei einer Metformin-Unverträglichkeit oder zusätzlich zu anderen blutzuckersenkenden Arzneimitteln eingesetzt werden.
Die zweckmäßige Vergleichstherapie des G-BA sieht eine patientenindividuelle Therapie vor. Diese umfasst Optionen wie Metformin in Kombination mit Humaninsulin oder Liraglutid sowie eine Eskalation der Insulintherapie.
💡Praxis-Tipp
Der Bewertungsbericht betont, dass das bloße Fortführen einer unzureichenden antidiabetischen Therapie nicht den aktuellen Leitlinien entspricht. Bei Kindern und Jugendlichen mit einem erhöhten HbA1c-Wert wird stattdessen eine patientenindividuelle Therapieeskalation, beispielsweise durch die Hinzunahme von Insulin, empfohlen.
Häufig gestellte Fragen
Laut Dossierbewertung ist Empagliflozin für Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren zur Behandlung des Typ-2-Diabetes zugelassen.
Die empfohlene Anfangsdosis beträgt laut Fachinformation 10 mg Empagliflozin einmal täglich. Bei Bedarf und guter Verträglichkeit kann die Dosis auf 25 mg erhöht werden.
Das IQWiG kommt zu dem Schluss, dass ein Zusatznutzen von Empagliflozin bei Kindern und Jugendlichen mit Typ-2-Diabetes aktuell nicht belegt ist. Die vorgelegten Studiendaten wurden als nicht geeignet eingestuft.
Ja, Empagliflozin kann zusätzlich zu Insulin gegeben werden. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass die Insulindosis gegebenenfalls reduziert werden sollte, um das Risiko einer Hypoglykämie zu minimieren.
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Quelle: IQWiG A23-142: Empagliflozin (Diabetes mellitus Typ 2 bei Kindern und Jugendlichen) – Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2024). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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