IQWiG2019Pneumologie

Dupilumab bei schwerem Asthma: Indikation und Dosierung

Diese Leitlinie stammt aus 2019 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2019)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der IQWiG-Bericht A19-74 bewertet den Zusatznutzen von Dupilumab als Add-on-Erhaltungstherapie bei schwerem Asthma. Die Bewertung fokussiert sich auf Patientengruppen mit einer Typ-2-Entzündung, die trotz hoch dosierter inhalativer Kortikosteroide (ICS) und eines weiteren Arzneimittels unzureichend kontrolliert sind.

Eine Typ-2-Entzündung ist laut Bericht durch erhöhte eosinophile Granulozyten und/oder erhöhte fraktionierte exhalierte Stickstoffmonoxid-Werte (FeNO) charakterisiert. Die Nutzenbewertung wird getrennt für Jugendliche von 12 bis 17 Jahren und für Erwachsene durchgeführt.

Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurde eine patientenindividuelle Therapieeskalation festgelegt. Diese umfasst unter anderem die zusätzliche Gabe eines lang wirksamen Muskarinrezeptor-Antagonisten (LAMA) oder spezifischer Antikörper wie Omalizumab.

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💡Praxis-Tipp

Es wird im Bericht ausdrücklich davor gewarnt, bestehende Kortikosteroid-Therapien bei Beginn einer Behandlung mit Dupilumab abrupt abzusetzen. Eine Dosisreduktion von oralen Kortikosteroiden sollte laut Fachinformation erst nach Eintritt einer klinischen Verbesserung und stets schrittweise erfolgen, um systemische Entzugssymptome oder die Demaskierung zuvor unterdrückter Krankheiten zu vermeiden.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG-Bericht ist eine Typ-2-Inflammation durch eine erhöhte Anzahl von Eosinophilen im Blut (≥ 150 Zellen/μl) und/oder erhöhte FeNO-Werte (≥ 20 ppb) gekennzeichnet. Zudem kann ein klinisch allergisch bedingtes Asthma oder der Bedarf einer OCS-Erhaltungstherapie auf diesen Phänotyp hinweisen.

Der Zusatznutzen gilt als nicht belegt, da in den vorgelegten Zulassungsstudien die zweckmäßige Vergleichstherapie nicht umgesetzt wurde. Den Personen im Kontrollarm wurde trotz unzureichender Asthmakontrolle eine notwendige Therapieeskalation vorenthalten.

Die zitierten Fachinformationen weisen darauf hin, dass Dupilumab nicht zur Behandlung von akuten Asthmasymptomen, Exazerbationen oder einem Status asthmaticus angewendet werden darf. Es handelt sich um eine reine Erhaltungstherapie.

Die Standarddosierung beginnt mit einer Initialdosis von 400 mg, gefolgt von 200 mg alle zwei Wochen subkutan. Bei Personen, die auf orale Kortikosteroide eingestellt sind oder eine schwere atopische Dermatitis aufweisen, wird eine Initialdosis von 600 mg und eine Erhaltungsdosis von 300 mg alle zwei Wochen empfohlen.

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Quelle: IQWiG A19-74: Dupilumab (Asthma) - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2019). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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