Benralizumab: Dosierung bei eosinophilem Asthma
Hintergrund
Die Nutzenbewertung des IQWiG untersucht den Wirkstoff Benralizumab. Das Dokument bewertet den Zusatznutzen im Vergleich zu einer vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) festgelegten zweckmäßigen Vergleichstherapie.
Benralizumab ist als Add-on-Erhaltungstherapie für erwachsene Personen zugelassen. Die Indikation umfasst schweres eosinophiles Asthma, das trotz hochdosierter inhalativer Kortikosteroide (ICS) und langwirksamer Beta-Agonisten (LABA) unzureichend kontrolliert ist.
Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurde eine patientenindividuelle Therapieeskalation definiert. Diese umfasst die zusätzliche Gabe von Tiotropium, oralen Kortikosteroiden (OCS) oder bei IgE-vermittelter Pathogenese Omalizumab.
💡Praxis-Tipp
Der Bericht warnt davor, Benralizumab zur Behandlung von akuten Asthmaexazerbationen einzusetzen. Zudem wird betont, dass ein abruptes Absetzen von Kortikosteroiden nach Beginn der Biologika-Therapie nicht empfohlen wird. Eine Reduktion der Kortikosteroiddosis sollte stattdessen stufenweise und unter ärztlicher Überwachung erfolgen.
Häufig gestellte Fragen
Laut Fachinformation wird eine Dosis von 30 mg subkutan verabreicht. Die ersten drei Dosen erfolgen im Abstand von vier Wochen, danach wird das Medikament alle acht Wochen injiziert.
Das IQWiG kommt zu dem Schluss, dass ein Zusatznutzen gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie nicht belegt ist. Die vorgelegten Studiendaten wurden als ungeeignet eingestuft, da im Kontrollarm keine adäquate Therapieeskalation stattfand.
Der Bericht weist darauf hin, dass Personen mit einer Helmintheninfektion vor Beginn der Therapie behandelt werden sollten. Spricht die Infektion unter Benralizumab nicht auf Antihelminthika an, wird ein Absetzen des Biologikums empfohlen, bis die Infektion abgeklungen ist.
Ein abruptes Absetzen von Kortikosteroiden wird laut Dokument nicht empfohlen. Eine Dosisreduktion sollte stufenweise und unter strenger ärztlicher Überwachung durchgeführt werden.
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Quelle: IQWiG A18-11: Benralizumab (Asthma) - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2018). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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