IQWiG2023Neurologie

Faricimab bei DMÖ: Therapie-Indikation und Zusatznutzen

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2023)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die IQWiG-Dossierbewertung A22-109 untersucht den Wirkstoff Faricimab. Er wird zur Behandlung von Erwachsenen mit Visusbeeinträchtigung infolge eines diabetischen Makulaödems (DMÖ) eingesetzt.

Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurde vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) Ranibizumab oder Aflibercept festgelegt. Der pharmazeutische Unternehmer wählte Aflibercept für den direkten Vergleich.

Die Bewertung basiert primär auf den beiden randomisierten, doppelblinden Phase-III-Studien RHINE und YOSEMITE. In diese wurden Patientinnen und Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1 oder 2 und einem HbA1c-Wert von unter 10 Prozent eingeschlossen.

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💡Praxis-Tipp

Laut IQWiG-Bewertung bietet Faricimab in den Zulassungsstudien RHINE und YOSEMITE keinen belegten Zusatznutzen gegenüber Aflibercept bei der Behandlung des diabetischen Makulaödems. Es wird darauf hingewiesen, dass die in der Praxis oft angestrebte Flexibilisierung der Injektionsintervalle ("Treat and Extend") bei beiden Wirkstoffen möglich ist. Die Wahl des Präparats kann daher primär anhand individueller Verträglichkeit und lokaler Gegebenheiten erfolgen.

Häufig gestellte Fragen

Laut der IQWiG-Dossierbewertung ist ein Zusatznutzen von Faricimab gegenüber Aflibercept bei diabetischem Makulaödem nicht belegt. In den untersuchten Studien zeigten sich weder bei der Wirksamkeit noch bei den Nebenwirkungen signifikante Unterschiede.

Gemäß der im Bericht zitierten Fachinformation werden initial 4 Dosen im Abstand von 4 Wochen intravitreal injiziert. Danach wird ein "Treat and Extend"-Schema empfohlen, bei dem das Intervall auf bis zu 16 Wochen verlängert werden kann.

Die Bewertung basiert auf den beiden randomisierten, doppelblinden Phase-III-Studien RHINE und YOSEMITE. Diese verglichen Faricimab direkt mit Aflibercept über einen Zeitraum von bis zu zwei Jahren.

Der Bericht weist darauf hin, dass Faricimab aufgrund der VEGF-Hemmung als potenziell teratogen gilt. Eine Anwendung während der Schwangerschaft und Stillzeit wird daher nicht empfohlen.

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Quelle: IQWiG A22-109: Faricimab (Visusbeeinträchtigung infolge eines diabetischen Makulaödems) – Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2023). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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