Upadacitinib: Dosierung bei ankylosierender Spondylitis
Hintergrund
Der vorliegende Bericht des IQWiG aus dem Jahr 2021 bewertet den Zusatznutzen von Upadacitinib. Das Medikament wird zur Behandlung der aktiven ankylosierenden Spondylitis bei Erwachsenen eingesetzt.
Die Zielgruppe umfasst Personen, die auf eine konventionelle Therapie unzureichend angesprochen haben. Der Bericht unterscheidet dabei zwei Fragestellungen basierend auf der jeweiligen Vorbehandlung.
Es wird evaluiert, ob Upadacitinib im Vergleich zur festgelegten zweckmäßigen Vergleichstherapie einen patientenrelevanten Zusatznutzen bietet. Hierfür wurden randomisierte kontrollierte Studien mit einer Mindestdauer von 24 Wochen als Einschlusskriterium herangezogen.
💡Praxis-Tipp
Laut Bericht wird ein Abbruch der Therapie mit Upadacitinib empfohlen, wenn nach 16 Wochen Behandlung kein klinisches Ansprechen bei ankylosierender Spondylitis erreicht wird. Zudem wird vor Therapiebeginn zwingend ein Screening auf Tuberkulose sowie virale Hepatitis B und C angeraten, da schwerwiegende Infektionen und Virusreaktivierungen unter der Behandlung auftreten können.
Häufig gestellte Fragen
Laut IQWiG-Bericht ist ein Zusatznutzen von Upadacitinib bei ankylosierender Spondylitis nicht belegt. Es wurden keine geeigneten Studien vorgelegt, die das Medikament direkt mit der zweckmäßigen Vergleichstherapie vergleichen.
Die im Bericht zitierte Fachinformation empfiehlt eine Dosis von 15 mg Upadacitinib einmal täglich. Die Einnahme kann unabhängig von den Mahlzeiten erfolgen.
Es wird empfohlen, vor Therapiebeginn das Blutbild zu kontrollieren. Die Behandlung sollte laut Bericht nicht gestartet werden, wenn die Lymphozyten unter 500/mm³, die Neutrophilen unter 1000/mm³ oder das Hämoglobin unter 8 g/dl liegen.
Bei leichter bis mittelschwerer Leberinsuffizienz ist gemäß Bericht keine Dosisanpassung erforderlich. Bei schwerer Leberinsuffizienz (Child-Pugh C) ist das Medikament jedoch kontraindiziert.
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Quelle: IQWiG A21-16: Upadacitinib (ankylosierende Spondylitis) - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2021). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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