Isatuximab bei Multiplem Myelom: Kombinationstherapie
Hintergrund
Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) bewertet in diesem Addendum (A21-123) ergänzende Daten zur Nutzenbewertung von Isatuximab.
Die Bewertung bezieht sich auf den Einsatz von Isatuximab in Kombination mit Carfilzomib und Dexamethason bei erwachsenen Personen mit multiplem Myelom, die bereits mindestens eine Vortherapie erhalten haben. Als Datengrundlage dient die offene, randomisiert kontrollierte Studie IKEMA.
Im Rahmen des Stellungnahmeverfahrens reichte der pharmazeutische Unternehmer zusätzliche Analysen ein. Diese umfassen Auswertungen zur Zeit bis zur dauerhaften Verschlechterung der Lebensqualität und Symptomatik sowie Daten zu Therapieabbrüchen aufgrund unerwünschter Ereignisse.
💡Praxis-Tipp
Der Bericht verdeutlicht, dass ein isolierter positiver Effekt in einer Subgruppe (hier: verbesserte soziale Funktion bei R-ISS-Stadium III) nicht zwingend zu einem belegten Gesamtzusatznutzen führt. Es wird darauf hingewiesen, dass dieser Vorteil durch das erhöhte Risiko für infusionsbedingte Reaktionen und Hauterkrankungen aufgewogen wird.
Häufig gestellte Fragen
Laut IQWiG ist ein Zusatznutzen der Kombination aus Isatuximab, Carfilzomib und Dexamethason gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie insgesamt nicht belegt. Positive und negative Effekte heben sich in der Gesamtschau auf.
Der Bericht beschreibt für die Subgruppe im R-ISS-Stadium III einen Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen im Bereich der sozialen Funktion. Für Patienten in den Stadien I und II zeigt sich dieser Vorteil nicht.
Mit Ausnahme der sozialen Funktion bei Patienten im R-ISS-Stadium III zeigen die Auswertungen keine statistisch signifikanten Unterschiede in der gesundheitsbezogenen Lebensqualität im Vergleich zur Kontrollgruppe.
Die nachgereichten Studiendaten zeigen keinen statistisch signifikanten Unterschied beim Abbruch mindestens einer Wirkstoffkomponente aufgrund von unerwünschten Ereignissen.
War diese Zusammenfassung hilfreich?
Quelle: IQWiG A21-123: Isatuximab (multiples Myelom nach >= 1 Vortherapie, Kombination mit Carfilzomib und Dexamethason) - Addendum zum Auftrag A21-60 (IQWiG, 2021). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
Verwandte Leitlinien
IQWiG A21-124: Isatuximab (multiples Myelom nach >= 2 Vortherapien, Kombination mit Pomalidomid und Dexamethason) - Addendum zum Auftrag A21-61
IQWiG A21-61: Isatuximab (multiples Myelom nach >= 2 Vortherapien, Kombination mit Pomalidomid und Dexamethason) - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V
IQWiG A26-02: Daratumumab (neu diagnostiziertes multiples Myelom, Stammzelltransplantation nicht geeignet) – Addendum zum Projekt A25-108
IQWiG A21-170: Daratumumab (multiples Myelom) - Addendum zum Auftrag A21-101
IQWiG A21-60: Isatuximab (multiples Myelom nach >= 1 Vortherapie, Kombination mit Carfilzomib und Dexamethason) - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V
IQWiG A21-70: Carfilzomib (Multiples Myelom) - Addendum zum Auftrag A21-08
IQWiG A25-20: Isatuximab (multiples Myelom, Erstlinie, Kombination mit Bortezomib, Lenalidomid und Dexamethason) – Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V
IQWiG A25-109: Daratumumab (schwelendes multiples Myelom) – Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V
ClariMed durchsucht alle medizinischen Leitlinien
AWMF, NVL, NICE, WHO, ESC, KDIGO - Quellenzitiert, kostenlos. Speichern Sie Ihren Verlauf auf allen Geräten mit einem kostenlosen Konto.
Kostenloses Konto erstellen