Daratumumab (Multiples Myelom): Indikation und Therapie
Hintergrund
Der vorliegende Bericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) bewertet den Zusatznutzen des monoklonalen Antikörpers Daratumumab.
Die Bewertung bezieht sich auf die Kombinationstherapie mit Pomalidomid und Dexamethason bei erwachsenen Patientinnen und Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem multiplem Myelom.
Der Bericht unterscheidet zwei Patientengruppen: Personen mit genau einer Vortherapie (Proteasom-Inhibitor und Lenalidomid) sowie Personen mit mindestens zwei Vortherapien, die unter oder nach der letzten Therapie eine Krankheitsprogression zeigten.
Für die zweite Fragestellung stützt sich die Bewertung maßgeblich auf die Ergebnisse der randomisierten, kontrollierten APOLLO-Studie.
💡Praxis-Tipp
Laut Fachinformation wird dringend empfohlen, vor Behandlungsbeginn eine Blutgruppenbestimmung und ein Antikörperscreening durchzuführen. Daratumumab kann den indirekten Coombs-Test stören, was im Notfall die Bereitstellung von Blutprodukten verzögern kann.
Häufig gestellte Fragen
Der IQWiG-Bericht kommt zu dem Schluss, dass ein Zusatznutzen für diese Kombinationstherapie nicht belegt ist. Dies liegt unter anderem an fehlenden Daten für eine Subgruppe und einem höheren Schaden bei schweren Nebenwirkungen in der anderen Subgruppe.
Laut Bericht zeigte sich unter der Daratumumab-Kombination ein höherer Schaden bei spezifischen schweren unerwünschten Ereignissen. Dazu zählten insbesondere schwere Leukopenien und Pneumonien.
Die subkutane Formulierung wird in einer Dosis von 1800 mg verabreicht. Das Intervall verlängert sich im Therapieverlauf von einer wöchentlichen Gabe auf eine Gabe alle vier Wochen.
Es wird darauf hingewiesen, dass Daratumumab mit dem direkten Antiglobulin-Test (indirekter Coombs-Test) interferiert. Daher wird ein Screening und eine Typisierung vor Therapiebeginn empfohlen.
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Quelle: IQWiG A21-101: Daratumumab (multiples Myelom) - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2022). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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