Daratumumab (MM): Therapieempfehlung und Indikation

Diese Leitlinie stammt aus 2019 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2019)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der vorliegende Bericht des IQWiG bewertet den Zusatznutzen des monoklonalen Antikörpers Daratumumab. Es geht spezifisch um die Kombinationstherapie mit Bortezomib, Melphalan und Prednison (D-VMP).

Die Zielgruppe umfasst erwachsene Patientinnen und Patienten mit neu diagnostiziertem multiplen Myelom. Eine zentrale Voraussetzung ist, dass diese Personen für eine autologe Stammzelltransplantation (ASZT) nicht infrage kommen.

Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurde vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) unter anderem die alleinige Gabe von Bortezomib, Melphalan und Prednison (VMP) festgelegt. Die Bewertung des Zusatznutzens basiert primär auf den Daten der randomisierten, offenen Phase-3-Studie ALCYONE.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der Bericht weist auf das Interferenz-Phänomen von Daratumumab hin, welches zu einem falsch-positiven indirekten Coombs-Test führen kann. Es wird empfohlen, vor Beginn der Therapie eine Blutgruppen-Typisierung und ein Antikörper-Screening durchzuführen. Bei einer Notfalltransfusion sollte ungekreuztes AB0/Rh(D)-kompatibles Erythrozytenkonzentrat verwendet werden.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG gibt es einen Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen der Kombination aus Daratumumab und VMP. Dies gilt spezifisch für Patienten, die nicht für eine autologe Stammzelltransplantation geeignet sind.

Der Bericht zeigt ein erhöhtes Risiko für Infektionen, parasitäre Erkrankungen sowie Atemwegserkrankungen unter der Daratumumab-Kombination. Gleichzeitig kommt es jedoch seltener zu Therapieabbrüchen wegen unerwünschter Ereignisse.

Nach Abschluss der neun Kombinationszyklen mit VMP wird Daratumumab als Monotherapie weitergeführt. Diese Erhaltungstherapie erfolgt bis zur Krankheitsprogression oder bis zum Auftreten inakzeptabler Toxizität.

Ja, zur Reduktion infusionsbedingter Reaktionen wird eine entsprechende Prä- und Postmedikation empfohlen. Diese umfasst unter anderem Paracetamol, Antihistaminika und Dexamethason.

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Quelle: IQWiG A18-66: Daratumumab (Multiples Myelom) - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2019). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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