IQWiG2019Onkologie

Pomalidomid (Multiples Myelom): Therapie und Überleben

Diese Leitlinie stammt aus 2019 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2019)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die IQWiG-Dossierbewertung A19-50 untersucht den Zusatznutzen von Pomalidomid in Kombination mit Bortezomib und Dexamethason. Das Anwendungsgebiet umfasst erwachsene Patientinnen und Patienten mit multiplem Myelom.

Voraussetzung für die Behandlung ist, dass die Betroffenen mindestens eine vorausgegangene Therapie, darunter Lenalidomid, erhalten haben. Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurde vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) unter anderem die Kombination aus Bortezomib und Dexamethason festgelegt.

Die Bewertung basiert maßgeblich auf der offenen, randomisierten Phase-III-Studie MM-007 (OPTIMISMM). In dieser Studie wurde die Dreifachkombination gegen die Zweifachkombination aus Bortezomib und Dexamethason verglichen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Bewertung weist darauf hin, dass unter der Dreifachkombination mit Pomalidomid ein signifikant höheres Risiko für schwere Neutropenien und venöse Thromboembolien besteht. Es wird daher eine engmaschige Überwachung des Blutbildes sowie eine adäquate Thromboseprophylaxe als essenziell erachtet.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG-Bewertung ergibt sich in der Gesamtschau ein Anhaltspunkt für einen geringeren Nutzen der Dreifachkombination im Vergleich zu Bortezomib plus Dexamethason. Dies wird primär mit dem höheren Auftreten schwerer Nebenwirkungen begründet.

Der Bericht zeigt, dass unter der Kombinationstherapie vermehrt schwere unerwünschte Ereignisse (CTCAE-Grad ≥ 3) auftreten. Besonders hervorgehoben werden dabei Neutropenien und venöse thromboembolische Ereignisse.

Die Daten der Studie MM-007 deuten darauf hin, dass Patientinnen und Patienten im ISS-Stadium III einen beträchtlichen Zusatznutzen bezüglich der globalen Lebensqualität haben. Dennoch überwiegen auch in dieser Subgruppe laut Bewertung die negativen Effekte durch Nebenwirkungen.

Gemäß dem Studienprotokoll wird Pomalidomid in einer Dosierung von 4 mg oral an den Tagen 1 bis 14 eines 21-tägigen Zyklus verabreicht. Die Dosis von Dexamethason wird bei Personen über 75 Jahren von 20 mg auf 10 mg reduziert.

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Quelle: IQWiG A19-50: Pomalidomid (multiples Myelom) - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2019). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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