Carfilzomib (Multiples Myelom): Therapie & Zusatznutzen
Hintergrund
Der vorliegende Bericht fasst die Nutzenbewertung des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) zusammen. Bewertet wird der Wirkstoff Carfilzomib in Kombination mit Daratumumab und Dexamethason.
Die Bewertung bezieht sich auf erwachsene Patientinnen und Patienten mit multiplem Myelom. Voraussetzung für diese Therapieoption ist, dass die Betroffenen bereits mindestens eine vorangegangene Therapie erhalten haben.
Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurde vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) unter anderem Carfilzomib in Kombination mit Dexamethason festgelegt. Die Datengrundlage der Bewertung bildet primär die randomisierte, kontrollierte Studie CANDOR.
💡Praxis-Tipp
Der Bericht hebt hervor, dass unter der Dreifachkombination mit Daratumumab ein signifikant höheres Risiko für das Auftreten von Diarrhö sowie schweren Thrombozytopenien besteht. Gleichzeitig wird jedoch ein geringerer Schaden im Bereich schwerer Nieren- und Harnwegserkrankungen beobachtet. Es wird eine engmaschige Überwachung der Thrombozytenwerte sowie des Elektrolyt- und Flüssigkeitshaushalts angeraten.
Häufig gestellte Fragen
Laut IQWiG-Bewertung ist ein Zusatznutzen der Dreifachkombination im Vergleich zu Carfilzomib plus Dexamethason nicht belegt. Es zeigten sich keine signifikanten Vorteile beim Gesamtüberleben oder der Lebensqualität.
Der Bericht stellt fest, dass unter der Dreifachkombination vermehrt Diarrhö und schwere Thrombozytopenien auftreten. Dies stellt einen Anhaltspunkt für einen höheren Schaden dar.
Ja, die Auswertung zeigt einen Anhaltspunkt für einen geringeren Schaden bei schweren Erkrankungen der Nieren und Harnwege. Dieser Effekt wird jedoch als geringfügig eingestuft.
Carfilzomib wird intravenös verabreicht, beginnend mit 20 mg/m² an den ersten beiden Tagen des ersten Zyklus. Danach wird die Dosis auf 56 mg/m² gesteigert.
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Quelle: IQWiG A21-08: Carfilzomib (multiples Myelom) - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2021). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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