Riociguat (PAH): Indikation, Dosierung und Zusatznutzen
Hintergrund
Der vorliegende Bericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) aus dem Jahr 2020 bewertet den Zusatznutzen von Riociguat. Das Arzneimittel wird bei erwachsenen Patientinnen und Patienten mit pulmonal arterieller Hypertonie (PAH) der WHO-Funktionsklassen II bis III eingesetzt.
Ziel der Therapie ist die Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit. Riociguat kann dabei als Monotherapie oder in Kombination mit Endothelin-Rezeptorantagonisten (ERAs) verabreicht werden.
Als zweckmäßige Vergleichstherapie definiert der Bericht eine patientenindividuell optimierte medikamentöse Therapie. Diese umfasst je nach Vorbehandlung und Gesundheitszustand Wirkstoffe wie ERAs, Phosphodiesterase-5-Inhibitoren, Prostazyklin-Analoga oder selektive Prostazyklin-Rezeptoragonisten.
💡Praxis-Tipp
Ein wichtiges Praxisdetail ist der Einfluss des Rauchens auf die Pharmakokinetik von Riociguat. Da die Plasmakonzentrationen bei Rauchern um 50 bis 60 Prozent verringert sind, wird darauf hingewiesen, dass bei diesen Patienten oft höhere Dosen erforderlich sind und bei einer Raucherentwöhnung eine Dosisreduktion zu prüfen ist, um Hypotonien zu vermeiden. Zudem wird die absolute Kontraindikation für die gleichzeitige Gabe von PDE-5-Hemmern betont.
Häufig gestellte Fragen
Laut IQWiG-Bericht ist ein Zusatznutzen von Riociguat gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie nicht belegt. Die vorgelegten Studiendaten wurden aufgrund einer zu kurzen Beobachtungsdauer und einer unzureichenden Vergleichstherapie als nicht geeignet eingestuft.
Die Therapie wird mit 1 mg dreimal täglich begonnen. Die Dosis wird alle zwei Wochen um jeweils 0,5 mg pro Einzelgabe gesteigert, bis die individuelle Erhaltungsdosis von maximal 2,5 mg dreimal täglich erreicht ist.
Nein, die gleichzeitige Anwendung von Riociguat und PDE-5-Hemmern wie Sildenafil oder Tadalafil ist streng kontraindiziert. Bei einer Umstellung müssen spezifische Auswaschphasen von 24 bis 48 Stunden eingehalten werden.
Das Medikament darf nicht angewendet werden, wenn der systolische Blutdruck zu Behandlungsbeginn unter 95 mmHg liegt. Auch während der Titrationsphase darf die Dosis nicht weiter erhöht werden, wenn der Blutdruck unter diesen Wert fällt.
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Quelle: IQWiG A20-31: Riociguat (PAH) - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2020). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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