Ramucirumab bei NSCLC: Therapie und Zusatznutzen
Hintergrund
Der IQWiG-Bericht A20-13 bewertet den Zusatznutzen von Ramucirumab in Kombination mit Erlotinib. Die Bewertung bezieht sich auf die Erstlinientherapie von erwachsenen Personen mit metastasiertem nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) und aktivierenden EGFR-Mutationen.
Die Bewertung unterscheidet zwei Fragestellungen basierend auf dem Mutationstyp. Fragestellung 1 umfasst die häufigen Mutationen del 19 oder L858R, während Fragestellung 2 andere aktivierende EGFR-Mutationen abdeckt.
Als zweckmäßige Vergleichstherapie für Fragestellung 1 wurde vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) Erlotinib festgelegt. Für Fragestellung 2 ist eine patientenindividuelle Therapie vorgesehen.
💡Praxis-Tipp
Der Bericht weist darauf hin, dass vor der Infusion von Ramucirumab eine Prämedikation mit einem Histamin-H1-Antagonisten empfohlen wird. Zudem wird betont, dass bei Personen ab 70 Jahren unter der Kombinationstherapie eine höhere Inzidenz an schweren und schwerwiegenden unerwünschten Ereignissen beobachtet wurde.
Häufig gestellte Fragen
Laut IQWiG-Bericht ist für diese Gruppe kein Zusatznutzen belegt. Aufgrund vermehrter Nebenwirkungen ergibt sich stattdessen ein Anhaltspunkt für einen geringeren Nutzen im Vergleich zur Erlotinib-Monotherapie.
Die Dokumentation gibt an, dass Ramucirumab in einer Dosis von 10 mg/kg Körpergewicht alle zwei Wochen als intravenöse Infusion verabreicht wird. Erlotinib wird ergänzend mit 150 mg einmal täglich peroral eingenommen.
Der Bericht zeigt signifikant häufigere schwere Nebenwirkungen wie Diarrhö, Hypertonie sowie Infektionen. Auch nicht-schwere Ereignisse wie periphere Ödeme traten im Vergleich zur Erlotinib-Monotherapie vermehrt auf.
Für Personen mit anderen aktivierenden EGFR-Mutationen als del 19 oder L858R wurden dem IQWiG keine Daten vorgelegt. Ein Zusatznutzen ist für diese Subgruppe daher nicht belegt.
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Quelle: IQWiG A20-13: Ramucirumab (NSCLC, Kombination mit Erlotinib) - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2020). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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