IQWiG2019Dermatologie

Risankizumab bei Plaque-Psoriasis: IQWiG-Nutzenbewertung

Diese Leitlinie stammt aus 2019 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2019)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der vorliegende Bericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) ist ein Addendum zur Nutzenbewertung von Risankizumab. Er beurteilt den Einsatz bei Erwachsenen mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis.

Konkret geht es um Personen, die auf eine vorherige systemische Therapie unzureichend angesprochen oder diese nicht vertragen haben. Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurde in den zugrundeliegenden Studien Ustekinumab herangezogen.

Das Addendum bewertet nachgereichte Sensitivitätsanalysen zu verschiedenen Endpunkten der Symptomatik und Lebensqualität. Ziel war es, die Aussagesicherheit bei potenziell verzerrten Daten durch neue statistische Ersetzungsstrategien neu zu bewerten.

Empfehlungen

Das IQWiG leitet für Risankizumab im Vergleich zu Ustekinumab einen Beleg für einen beträchtlichen Zusatznutzen ab. Dies gilt für die Patientengruppe mit unzureichendem Ansprechen oder Unverträglichkeit gegenüber einer systemischen Vortherapie.

Endpunkte und Zusatznutzen

Der Bericht bewertet den Zusatznutzen differenziert nach verschiedenen Endpunkten und Subgruppen. Es ergibt sich folgende Beurteilung der positiven Effekte:

EndpunktAusmaß des ZusatznutzensSpezifische Subgruppe
Remission (PASI 100)Beträchtlich (Beleg)Gesamte Gruppe
Lebensqualität (DLQI 0/1)Beträchtlich (Beleg)Gesamte Gruppe
PSS-Juckreiz 0Beträchtlich (Beleg)Alter 40 bis unter 65 Jahre
PSS-Schmerz 0Beträchtlich (Beleg)Alter 40 bis unter 65 Jahre
PSS-Rötung 0Beträchtlich (Beleg)Mit Biologika-Vorbehandlung
PSS-Brennen 0Gering (Hinweis)Alter 40 bis unter 65 Jahre
Kopfhaut-Psoriasis (PSSI 0)Gering (Hinweis)Gesamte Gruppe

Lebensqualität und Symptomkontrolle

Die Auswertung des Dermatology Life Quality Index (DLQI) zeigt einen robusten Vorteil für Risankizumab. Trotz anfänglich hohem Verzerrungspotenzial bestätigen die Sensitivitätsanalysen die hohe Ergebnissicherheit.

Bei der patientenberichteten Symptomfreiheit (Psoriasis Symptom Scale) zeigen sich starke Subgruppen-Effekte. Für jüngere oder ältere Personen außerhalb des 40- bis 64-jährigen Fensters ergab sich bei Juckreiz, Schmerz und Brennen kein Anhaltspunkt für einen Zusatznutzen.

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💡Praxis-Tipp

Bei der Interpretation der Symptomlinderung unter Risankizumab wird auf eine starke Alters- und Vorbehandlungsabhängigkeit hingewiesen. Ein beträchtlicher Zusatznutzen bezüglich Juckreiz und Schmerz ist laut Bericht nur für die Altersgruppe der 40- bis 64-Jährigen belegt. Bei der Reduktion von Hautrötungen profitieren insbesondere Personen, die bereits mit Biologika vorbehandelt wurden.

Häufig gestellte Fragen

Das IQWiG bescheinigt Risankizumab einen Beleg für einen beträchtlichen Zusatznutzen. Dies bezieht sich auf den direkten Vergleich mit Ustekinumab bei unzureichendem Ansprechen auf eine systemische Vortherapie.

Ja, der Bericht zeigt bei den Endpunkten Juckreiz, Schmerz und Brennen eine Effektmodifikation durch das Alter. Ein Zusatznutzen für diese spezifischen Symptome ist laut Auswertung nur für Personen zwischen 40 und 64 Jahren belegt.

Bei dem Symptom Hautrötung (PSS-Rötung) zeigt sich ein Vorteil in Abhängigkeit von der Vortherapie. Ein Beleg für einen beträchtlichen Zusatznutzen wird hier nur für Personen mit vorheriger Biologika-Behandlung abgeleitet.

Gemäß der Auswertung des DLQI-Scores wird die Lebensqualität signifikant verbessert. Das IQWiG leitet für diesen Endpunkt einen Beleg für einen beträchtlichen Zusatznutzen ab.

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Quelle: IQWiG A19-87: Risankizumab (Plaque-Psoriasis) - Addendum zum Auftrag A19-41 (IQWiG, 2019). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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