IQWiG2020Onkologie

Elotuzumab: Therapie bei rezidiviertem Multiplem Myelom

Diese Leitlinie stammt aus 2020 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2020)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der IQWiG-Bericht A19-80 bewertet den Zusatznutzen des monoklonalen Antikörpers Elotuzumab in einer Dreifachkombination. Die Bewertung bezieht sich auf erwachsene Personen mit rezidiviertem und refraktärem multiplem Myelom.

Voraussetzung für diese Therapieausrichtung ist, dass bereits mindestens zwei vorausgegangene Therapien erfolgt sind. Diese Vortherapien müssen Lenalidomid und einen Proteasom-Inhibitor umfassen. Zudem muss unter der letzten Therapie eine Krankheitsprogression aufgetreten sein.

Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurde vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) unter anderem die Zweifachkombination aus Pomalidomid und Dexamethason festgelegt. Die Bewertung des Zusatznutzens basiert maßgeblich auf den Daten der randomisierten, offenen Phase-II-Studie ELOQUENT-3.

Vollständige Empfehlungen in der Originalleitlinie lesen
ClariMed durchsucht 14.000+ weitere Leitlinien
Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut Bewertungsprofil zeigt sich der Vorteil hinsichtlich schwerer Nebenwirkungen (CTCAE Grad 3-4) ausschließlich bei Personen, die zuvor exakt zwei oder drei Therapielinien erhalten haben. Bei vier oder mehr vorangegangenen Therapielinien ist ein geringerer Schaden durch die Dreifachkombination nicht belegt. Es wird zudem darauf hingewiesen, dass die Datenlage zur gesundheitsbezogenen Lebensqualität aufgrund fehlender Erhebungen in der Zulassungsstudie stark limitiert ist.

Häufig gestellte Fragen

Das bewertete Anwendungsgebiet erfordert mindestens zwei vorausgegangene Therapien. Diese müssen zwingend Lenalidomid und einen Proteasom-Inhibitor umfassen.

Das IQWiG leitet in der Gesamtschau einen Hinweis auf einen geringen Zusatznutzen für die Dreifachkombination ab. Dieser basiert primär auf einem statistisch signifikanten Vorteil beim Gesamtüberleben.

Der Gemeinsame Bundesausschuss hat mehrere Optionen als Vergleichstherapie festgelegt. In der zugrundeliegenden Studie wurde die Kombination aus Pomalidomid und Dexamethason als direkter Komparator verwendet.

Der Bericht stellt fest, dass in der Zulassungsstudie ELOQUENT-3 keine spezifischen Daten zur gesundheitsbezogenen Lebensqualität erhoben wurden. Für die Endpunkte Gesundheitszustand und Symptomschwere konnte kein signifikanter Unterschied zur Vergleichstherapie gezeigt werden.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: IQWiG A19-80: Elotuzumab (multiples Myelom) - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2020). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien

Über Google hier gelandet?

ClariMed durchsucht alle medizinischen Leitlinien

AWMF, NVL, NICE, WHO, ESC, KDIGO - Quellenzitiert, kostenlos. Speichern Sie Ihren Verlauf auf allen Geräten mit einem kostenlosen Konto.

Kostenloses Konto erstellen
Keine Kreditkarte. DSGVO-konform. In Deutschland gehostet.