IQWiG2020Infektiologie

Dolutegravir/Lamivudin: HIV-Therapie und Wirksamkeit

Diese Leitlinie stammt aus 2020 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2020)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) beauftragte das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) mit der Bewertung von Dolutegravir/Lamivudin (DTG/3TC) bei antiretroviral vorbehandelten Erwachsenen mit HIV-1-Infektion. Grundlage dieses Addendums ist die Auswertung der TANGO-Studie.

In der offenen, randomisierten TANGO-Studie wurde die Fixkombination DTG/3TC mit der Fortführung einer bestehenden Tenofoviralafenamid (TAF)-basierten antiretroviralen Therapie (ART) verglichen. Eingeschlossen wurden virologisch supprimierte Patienten ohne medizinische Umstellungsindikation.

Der primäre Endpunkt der Studie war das virologische Versagen nach 48 Wochen. Zudem wurden patientenrelevante Endpunkte wie Mortalität, Morbidität und unerwünschte Ereignisse (UE) erfasst.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der IQWiG-Bericht weist darauf hin, dass bei einem Wechsel von einer gut funktionierenden TAF-basierten Therapie auf Dolutegravir/Lamivudin ohne medizinische Umstellungsindikation vermehrt Therapieabbrüche aufgrund von Nebenwirkungen wie Ermüdung auftreten können. Es wird deutlich, dass in dieser spezifischen Patientenpopulation ein Anhaltspunkt für einen geringeren Nutzen der Fixkombination im Vergleich zur Fortführung der bisherigen Therapie besteht.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG-Bericht ergibt sich für vorbehandelte Erwachsene ohne Umstellungsindikation ein Anhaltspunkt für einen geringeren Nutzen im Vergleich zur Fortführung der bestehenden Therapie. Für Patienten mit Umstellungsindikation ist ein Zusatznutzen mangels Daten nicht belegt.

Die Auswertung zeigt einen Anhaltspunkt für einen höheren Schaden durch Ermüdung und jahreszeitbedingte Allergien. Zudem kam es unter der Fixkombination häufiger zu Therapieabbrüchen wegen unerwünschter Ereignisse.

Bezüglich des virologischen Versagens, des virologischen Ansprechens und der Mortalität zeigt der Bericht keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen Dolutegravir/Lamivudin und der Fortführung der TAF-basierten Therapie. Der geringere Gesamtnutzen begründet sich ausschließlich durch das ungünstigere Nebenwirkungsprofil in dieser Studienpopulation.

Es wurden erwachsene, HIV-1-infizierte Patienten eingeschlossen, die seit mindestens 6 Monaten virologisch supprimiert waren (Viruslast < 50 Kopien/ml). Die Patienten hatten zuvor eine TAF-basierte antiretrovirale Therapie erhalten und wiesen keine Umstellungsindikation auf.

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Quelle: IQWiG A19-103: Dolutegravir/Lamivudin (HIV-Infektion) - 2. Addendum zum Auftrag A19-55 (IQWiG, 2020). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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