IQWiG2015Infektiologie

Dolutegravir/Abacavir/Lamivudin: Zusatznutzen bei HIV-1

Diese Leitlinie stammt aus 2015 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2015)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) beauftragte das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) mit der Nutzenbewertung der Wirkstoffkombination Dolutegravir/Abacavir/Lamivudin (DTG/ABC/3TC).

Die Bewertung untersucht den Zusatznutzen der Fixkombination bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren (ab 40 kg Körpergewicht), die mit dem humanen Immundefizienzvirus Typ 1 (HIV-1) infiziert sind.

Als zweckmäßige Vergleichstherapie für therapienaive Erwachsene wurde Efavirenz (EFV) in Kombination mit Tenofovir/Emtricitabin (TDF/FTC) oder Abacavir/Lamivudin (ABC/3TC) festgelegt. Für vorbehandelte Patienten und Jugendliche gelten je nach Vortherapie Raltegravir oder eine individualisierte antiretrovirale Therapie als Vergleichsmaßstab.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut Dossier ist vor der Einleitung einer Therapie mit Dolutegravir/Abacavir/Lamivudin zwingend der HLA-B*5701-Status zu dokumentieren. Bei einem positiven Testergebnis darf die Behandlung aufgrund eines hohen Risikos für potenziell lebensbedrohliche Überempfindlichkeitsreaktionen gegen Abacavir nicht begonnen werden.

Häufig gestellte Fragen

Die IQWiG-Bewertung sieht einen Hinweis auf einen beträchtlichen Zusatznutzen für therapienaive Erwachsene. Für vorbehandelte Patienten und Jugendliche ist ein Zusatznutzen mangels geeigneter Studiendaten nicht belegt.

Der Zusatznutzen begründet sich laut IQWiG ausschließlich durch ein günstigeres Nebenwirkungsprofil. Es zeigten sich signifikant weniger Therapieabbrüche wegen unerwünschter Ereignisse und seltener Hautausschläge im Vergleich zur Efavirenz-basierten Therapie.

Gemäß den im Dossier zitierten Fachinformationen wird die Anwendung bei einer Kreatinin-Clearance von unter 50 ml/min nicht empfohlen.

Das Dokument warnt, dass ein Absetzen der Therapie bei einer Hepatitis-B-Koinfektion zu einer akuten Exazerbation der Hepatitis führen kann. Es wird eine regelmäßige Kontrolle der Leberwerte und Replikationsmarker empfohlen.

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Quelle: IQWiG A14-34: Dolutegravir/Abacavir/Lamivudin - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (Dossierbewertung) (IQWiG, 2015). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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