IQWiG2019Onkologie

Cabozantinib bei HCC: Therapie und Nebenwirkungen

Diese Leitlinie stammt aus 2019 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2019)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der IQWiG-Bericht A18-85 bewertet den Zusatznutzen von Cabozantinib bei erwachsenen Personen mit hepatozellulärem Karzinom (HCC). Die Bewertung bezieht sich spezifisch auf die Situation nach einer Vortherapie mit Sorafenib.

Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurde vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) Best supportive Care (BSC) festgelegt. Die Datengrundlage der Bewertung bildet die randomisierte, placebokontrollierte Doppelblindstudie CELESTIAL.

In diese Studie wurden ausschließlich Erkrankte mit leicht eingeschränkter Leberfunktion (Child-Pugh-Stadium A) und einem guten Allgemeinzustand (ECOG-PS 0 oder 1) eingeschlossen. Ein kurativer Therapieansatz durfte für diese Gruppe nicht mehr infrage kommen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut IQWiG-Bericht traten unter der Therapie mit Cabozantinib signifikant häufiger schwere unerwünschte Ereignisse wie Diarrhö, Hypertonie und das palmar-plantare Erythrodysästhesiesyndrom auf. Es wird beschrieben, dass das Management dieser Toxizitäten ein strukturiertes Vorgehen mit Dosisreduktionen bis hin zum Therapieabbruch erfordert. Zudem ist die strikte Nüchternheit rund um die Einnahme (2 Stunden davor, 1 Stunde danach) ein relevanter Faktor für die Aufklärung.

Häufig gestellte Fragen

Das IQWiG sieht einen Hinweis auf einen geringen Zusatznutzen im Vergleich zu Best supportive Care. Dies gilt für Personen, die zuvor bereits mit Sorafenib behandelt wurden.

In die Zulassungsstudie wurden ausschließlich Erkrankte mit einer leicht eingeschränkten Leberfunktion im Child-Pugh-Stadium A eingeschlossen. Die Übertragbarkeit auf das Stadium B ist laut Bericht unklar.

Die Standarddosierung in der Studie betrug 60 mg einmal täglich oral. Bei Toxizität erfolgte eine schrittweise Reduktion auf 40 mg und anschließend auf 20 mg.

Die Auswertung zeigt vermehrte schwere Ereignisse (CTCAE-Grad ≥ 3) wie Diarrhö, Fatigue, Hypertonie und Hand-Fuß-Syndrom. Auch verminderter Appetit und Erkrankungen des Nervensystems traten signifikant häufiger auf.

Der Bericht zitiert die Vorgabe, dass mindestens zwei Stunden vor und eine Stunde nach der Einnahme keine Nahrung aufgenommen werden darf. Die Einnahme muss demnach nüchtern erfolgen.

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Quelle: IQWiG A18-85: Cabozantinib (Leberzellkarzinom) - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2019). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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